Landesminister: Gespräche mit chinesischem Hahn-Käufer liefen gut

13.02.2017 - 16:25 0 Kommentare

China-Reise beendet: Der rheinland-pfälzische Innenminister Lewentz war nach Asien gereist, um mit der Firmengruppe ADC/HNA über den Kauf des Flughafens Hahn zu sprechen. Jetzt hat er ein Fazit gezogen.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). - © © dpa - Thomas Frey

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). © dpa /Thomas Frey

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat eine positive Bilanz seiner in China geführten Gespräche zum Verkauf des Flughafens Hahn gezogen. Er habe den Eindruck gewonnen, "dass man den Vertrag mit Leben erfüllen will und dass wir bis Ende des Monats einen Vertragsabschluss vermelden können", sagte Lewentz jetzt in Mainz.

In der südchinesischen Provinz Hainan trafen Lewentz und Innenstaatssekretär Randolf Stich (SPD) mit Vertretern des Luftverkehrskonzerns HNA zusammen, der den Flughafen im Hunsrück zusammen mit der kleinen pfälzischen Firma ADC kaufen will. Außerdem sprach Lewentz mit dem Vizegouverneur der Provinz, Li Guoliang, um zu erfahren, wie der geplante Verkauf von staatlicher Seite begleitet wird.

HNA will offenbar weitere europäische Airports kaufen

Die HNA-Gruppe betrachtet nach Einschätzung des Ministers ihre internationalen Aktivitäten als Teil der chinesischen "Seidenstraßen-Strategie" mit dem Ziel, sich als globale Wirtschaftsmacht zu etablieren. So wolle das Unternehmen mit weltweit mehr als 200.000 Mitarbeitern neben dem Hahn weitere Flughäfen in Europa erwerben.

"Sie beabsichtigen, ihre Führungsorganisation für Europa am Hahn einzurichten", sagte Lewentz. Nächste Schritte seien die Gründung einer deutschen Erwerbsgesellschaft und die Überweisung des Kaufpreises, dessen Höhe weiter vertraulich gehalten wird.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Hahn-Bieter wollen 40 Millionen Euro in Airport investieren

Der Hunsrück-Airport gehört zum größten Teil Rheinland-Pfalz, der Rest gehört dem Bundesland Hessen. HNA/ADC hatten bereits angekündigt, den Flugbetrieb fortführen und den Airport mittel- bis langfristig in schwarze Zahlen führen zu wollen.

Von: ch, dpa
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