Hahn-Eigentümerin erwägt wohl Verkauf von Flugzeugfinanzierer

02.08.2018 - 13:37 0 Kommentare

Die in Geldnöten steckende Eigentümerin des Flughafens Hahn, HNA, denkt wohl über einen Teilverkauf ihres Flugzeugfinanzierers Avolon nach. Das chinesische Konglomerat habe bei möglichen Interessenten nachgehört, ob sich diese an Avolon beteiligen oder dem Unternehmen einige seiner 900 Flugzeuge abkaufen würden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Ob es zu einem Deal komme, sei aber unklar.

HNA-Firmenzentrale. - © © HNA -

HNA-Firmenzentrale. © HNA

Das Leasing-Unternehmen Avolon mit Sitz in Dublin kauft Verkehrsflugzeuge von Herstellern wie Boeing und Airbus und vermietet sie an Fluggesellschaften. Ende 2017 kam Avolon auf einen Buchwert von etwa 7,3 Milliarden US-Dollar (rund 6,3 Milliarden Euro).

HNA ist vor allem in der Luftfahrt und im Tourismus aktiv und hatte in den vergangenen Jahren eine milliardenschwere Einkaufstour unternommen. Dabei beteiligte sich der Konzern etwa auch an der Deutschen Bank und übernahm den Flughafen Hahn im Hunsrück.

© Faungg's Photos, Lesen Sie auch: Das undurchsichtige Finanzgeflecht des Hahn-Betreibers HNA Hintergrund

Insgesamt kaufte HNA für schätzungsweise 30 Milliarden Dollar weltweit Firmen und Immobilien, häufte gleichzeitig aber einen größeren Schuldenberg an.

Manager-Tod war wohl ein Unfall

Der Konzern arbeitet nun daran, diesen Schuldenberg über milliardenschwere Immobilien-und Anteilsverkäufe zu verkleinern. Im April hatte HNA seinen Anteil an der Deutschen Bank von 9,9 auf 7,9 Prozent reduziert und angekündigt, seine 26-prozentige Beteiligung an der Hilton-Hotelkette in Höhe von mehr als sechs Milliarden US-Dollar ganz oder teilweise zu verkaufen.

© AirTeamImages.com, Weimeng Lesen Sie auch: Airbus verweigert HNA A330-Auslieferung

Unklar ist aber, welchen Weg HNA weiter einschlägt. Anfang Juli verunglückte HNA-Chef Wang Jian in Südfrankreich. Nach Angaben der französischen Gendarmerie stürzte der 57-Jährige von einer Mauer. Erste Ermittlungsergebnisse sprachen für einen Unfall.

Von: cs, dpa-AFX
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