Hahn: CDU fordert mehr Informationen zu Darlehen für Air Cargo Germany

15.10.2013 - 14:35 0 Kommentare

Zu umstrittenen Kredite für die mittlerweile insolvente Air Cargo Germany verlangt die rheinland-pfälzische CDU weitere Aufklärung. Zentrale Frage: Welche Sicherheiten hat es dabei gegeben?

Eine Boeing 747-400 der Air Cargo Germany steht auf dem Flughafen Hahn in einem Hangar - © © AirTeamImages.com - Wolfgang Mendorf

Eine Boeing 747-400 der Air Cargo Germany steht auf dem Flughafen Hahn in einem Hangar © AirTeamImages.com /Wolfgang Mendorf

Die CDU im rheinland-pfälzischen Landtag fordert von der Landesregierung konkretere Informationen über Kredite für die inzwischen insolvente Frachtfluggesellschaft Air Cargo Germany (ACG). Finanzminister Carsten Kühl (SPD) solle über die Kreditvergabe der landeseigenen Investitions- und Strukturbank (ISB) im nächsten Haushalts- und Finanzausschuss Auskunft geben, verlangte der finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gerd Schreiner, am Dienstag in Mainz. «Der Flughafen Hahn droht ein zweiter Nürburgring zu werden.»

Die CDU-Opposition will unter anderem wissen, welche Sicherheiten die Bank von der Frachtfluggesellschaft verlangte, bevor sie die Millionen-Kredite gewährte. «Wollte die Landesregierung Air Cargo Germany (ACG) um jeden Preis halten und damit die wahre Lage am Flughafen Hahn verschweigen?» Die CDU-Fraktion hatte bereits eine parlamentarische Anfrage zu dem Thema gestellt.

Die größtenteils landeseigene Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH hatte der ACG ein Darlehen von fünf Millionen Euro gewährt. Die ISB hatte der Airline nach früheren Angaben des Finanzministeriums 2009 zunächst ein Darlehen von 2,6 Millionen Euro gewährt. Nach dem Ausstieg einer Privatbank erhöhte sich dies im März 2011 um weitere 2,4 Millionen Euro.

Der Flughafen Hahn hat nach eigenen Angaben vor der Gewährung des Darlehens externe Berater zurate gezogen. Im Oktober 2012 war eine Business- und Liquiditätsplanung für die Jahre 2012 bis 2015 vorgelegt worden, informierte vor wenigen Tagen Flughafen-Geschäftsführers Heinz Rethage. Bei deren Beurteilung seien die Berater hinzugezogen worden. Die Planung sei als ambitioniert charakterisiert, aber nicht als unrealistisch eingestuft worden.

Von: dpa, airliners.de
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