Gutachten dringt auf neue Pläne für Stuttgarter Flughafenbahnhof

27.02.2015 - 11:17 0 Kommentare

Wie und wann bekommt der Flughafen Stuttgart einen Fernbahnanschluss? Ein neues Gutachten jedenfalls kommt zu dem Schluss, dass die von der Bahn vorgeschlagene Variante nicht umgesetzt werden sollte.

Ein Flugzeug der Germanwings kommt in Stuttgart am Terminal des «Manfred Rommel Flughafen» an. - © © dpa - Daniel Maurer

Ein Flugzeug der Germanwings kommt in Stuttgart am Terminal des «Manfred Rommel Flughafen» an. © dpa /Daniel Maurer

Der Druck auf die Bahn, Land und Stadt, die Pläne für den neuen Flughafenbahnhof im Rahmen von Stuttgart 21 nachzubessern, steigt weiter. Nach einem neuen Gutachten, über das die «Stuttgarter Nachrichten» berichten, sollte die bisherige, von der Bahn vorgeschlagene Variante nicht umgesetzt werden. Experte Uwe Steinborn von der Technischen Universität Dresden sagte der Zeitung: «Unsere abschließende Bewertung ist, dass wir den Bau dieser Infrastruktur nicht empfehlen können.»

Auftraggeber der Studie ist die Stadt Leinfelden-Echterdingen, auf deren Gemarkung sich der Flughafen befindet. Steinborn moniert eine «labile Betriebsqualität», wenn Fern- und Regionalzüge zusammen mit der S-Bahn auf deren Gleisen fahren und den Flughafenhalt gemeinsamen nutzen.

© Bündnis 90-Die Grünen, Lesen Sie auch: Stuttgart 21: Landesminister setzt bei Konflikt um Flughafen-Halt auf Gespräche

Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg streitet schon lange über die Finanzierung eines verbesserten Flughafenbahnhofs. Die SPD ist dafür, dass das Land mehr Geld für eine bessere Anbindung des Filderbahnhofs in die Hand nimmt. Die Grünen wollen die Beteiligung des Landes am Bahnprojekt in Höhe von 930 Millionen Euro aber nicht steigern. Die verbesserte Variante soll aber bis zu 224 Millionen Euro mehr kosten.

Laut «Stuttgarter Nachrichten» wollen sich am Freitag in einer Woche Vertretern von Bund und Land mit Bahnvorstand Volker Kefer treffen. Dabei solle entschieden werden, wie die Pläne verändert werden können und wer Änderungen bezahlt.

Von: dpa
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