Sanierung mit neuer Strategie

Gulf Air fährt Langstrecken zurück

24.11.2009 - 13:23 0 Kommentare

Um Gulf Air in die schwarzen Zahlen zu führen, plant CEO Samer Majali einen Strategiewechsel: Das Netzwerk der Airline soll sich zukünftig vor allem auf den Nahen Osten konzentrieren, Langstrecken werden ausgedünnt. Dazu muss nun die Flottenplanung komplett überarbeitet werden.

Gulf Air Airbus A320-200 - © © Gulf Air -

Gulf Air Airbus A320-200 © Gulf Air

Die neue Strategie, die die defizitäre Gulf Air wieder profitabel machen soll, wird deutlich regionaler ausgerichtet sein als bisher. Wie Gulf-Air-CEO Samer Majali jetzt gegenüber Medienvertretern erklärte, werde die Airline sich aus einigen unrentablen Langstrecken zurückziehen und stattdessen ein dichteres Streckennetz im Nahen Osten aufbauen.

Insgesamt sollen bis zu 15 unrentable Routen eingestellt werden, darunter die Verbindungen nach Schanghai, Hyderabad und Bangalore. Gleichzeitig sind laut Majali über 20 neue Regionalziele in Planung.

Um die neue Strategie umsetzen zu können, überarbeitet Gulf Air derzeit ihre Flottenplanung von Grund auf: Bereits im letzten Jahr hatte der Carrier 15 Airbus A320 bestellt. Darüber hinaus werde Gulf Air laut Majali aber noch weitere Maschinen dieses Typs benötigen. Für das nächste Jahr sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auch einige Regionaljets geleast werden. In den kommenden Monaten werde sich die Airline dann entscheiden, bei welchem Hersteller sie derartige Jets kaufen werde.

Demgegenüber wird die Langstreckenflotte ausgedünnt. So sollen fünf Airbus A340 verkauft und auch andere Flugzeuge, die nicht mehr benötigt werden, außer Dienst gestellt werden, ließ Majali weiter verlauten. Gulf Air hat derzeit noch Bestellungen über 24 Boeing 787 und 20 Airbus A330 offen. Ob diese Aufträge angesichts der neuen Flottenstrategie nun storniert werden, ist bisher nicht bekannt. Majali hatte bereits kurz nach seinem Wechsel zu Gulf Air im August erklärt, alle offenen Bestellungen eingehend prüfen zu wollen.

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Andreas Gruber: "Niki hat immer gut performt." "Die Air-Berlin-Pleite führt zu mehr Wettbewerb"

    Interview Lauda-Motion-Chef Andreas Gruber spricht im Interview mit airliners.de über die Folgen der Insolvenz von Air Berlin, das Standing der Niki-Nachfolgerin und deren Engagement im Charter-Geschäft.

    Vom 16.08.2018
  • Eine A330 der Eurowings. Lufthansa plant wohl touristische Langstrecke um

    Unter dem Projektnamen "Ocean" arbeitet der Lufthansa-Konzern offenbar an einer Neustrukturierung des touristischen Langstreckenverkehrs. Diese soll dem Vernehmen nach von Frankfurt aus gesteuert werden. Für Experten ist dies sinnvoll.

    Vom 16.11.2018
  • Norwegian-Chef Björn Kjos im Cockpit. Norwegian erwägt Verkauf von Neo-Jets

    Die finanziell angeschlagene Norwegian trennt sich von fünf Airbus-A320-Neo-Maschinen. Mit dem Verkauf kommen rund 62 Million Dollar in die Kassen des Low-Costers. Die Praxis ist nicht neu.

    Vom 16.11.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus