"Grüne" Luftfahrt soll während der ILA 2020 im Fokus stehen

19.06.2019 - 14:27 0 Kommentare

Die ILA-Veranstalter nutzen die Aufmerksamkeit für die Paris Air Show, um für ihre Messe im kommenden Jahr zu werben. Dann soll vor allem die hohe Innovationskraft und das Interesse der Branche an mehr Umweltschutz gezeigt werden.

Besucher auf der ILA 2016. - © © dpa - Bernd Settnik

Besucher auf der ILA 2016. © dpa /Bernd Settnik

Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden die zentralen Themen der ILA 2020 sein, die vom 13.-17.5.2020 auf dem Messegelände am BER stattfinden wird. Das haben der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die Messe Berlin anlässlich der Paris Air Show angekündigt.

BDLI-Geschäftsführer Volker Thum bezeichnete die ILA in einem Statement als "Synonym für Innovation and Leadership" in der Luft- und Raumfahrtbranche, weshalb der Klimaschutz als Zukunftsaufgabe klar im Fokus stehe. Zudem seien in der Branche ökologische und ökonomische Ziele deckungsgleich: "Jeder eingesparte Liter Kerosin schont die Umwelt und reduziert die Kosten der Fluggesellschaft," so Thum, der über eintausend Aussteller für die Messe ankündigt.

Forschungs-Spitzentreffen "AeroDays" erstmals während ILA

Die ILA-Verantwortlichen betonen in der Mitteilung, die hohe Innovationskraft und die vielen neuen Trends und Entwicklungen in der Luftfahrt, vom Einsatz neuer Werkstoffe über hybrid-elektrische Antriebe bis zu Luft-Taxis und der Forschung am autonomen Fliegen. All diese Themen würden auf der kommenden ILA abgebildet.

Die Messe habe sich darüber hinaus zur größten Raumfahrtausstellung in Europa und zu einem exklusiven Martkplatz für die Zulieferindustrie entwickelt, der in einer eigenen Halle den direkten Kontakt zu den Einkäufern in den Vordergrund rücke.

Im Rahmen einer Partnerschaft von ILA und Europäischer Kommission sollen 2020 zudem zum ersten Mal die "AeroDays" in Berlin stattfinden. Es handele sich um die führende Veranstaltung in der europäischen Luftfahrtforschung, die alle vier Jahre Wissenschaftler sowie Entscheidungsträger aus Industrie und Politik zusammenbringe, um über nachhaltige Konzepte und Innovationen zu diskutieren.

Finanzierung über 2020 hinaus wohl gesichert

Im Frühjahr gab es Andeutungen, dass die defizitäre ILA im kommenden Jahr zum letzten Mal stattfinden könnte. Vor allem die Frage, wer nach 2020 für die Verluste jeder ILA in Höhe von zuletzt vier bis acht Millionen Euro pro Veranstaltung aufkommt, entzweite die ILA-Partner BDLI, die Länder Berlin und Brandenburg, die Messegesellschaft und die Flughafengesellschaft. Erst im Mai einigten sich Berlin und Brandenburg laut BDLI-Chef Thum auf einen "letter of intent", der dem Vernehmen die Teilung künftiger Verluste zwischen den beiden Ländern vorsieht.

Künftigen ILA-Ausgaben im gewohnten Zwei-Jahres-Rhythmus steht also zur Freude des BDLI nichts im Weg, der die Messe unbedingt in Berlin halten möchte. Sollte im Herbst 2020 mit neun Jahren Verspätung jedoch tatsächlich der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb gehen, würde sich die Ausstellung verändern. Denn das Ausstellungsgelände liegt am Rand des BER-Areals direkt an der südlichen Start- und Landebahn. Besucher müssen sich daher darauf einstellen, dass es ab 2022 weniger Flugvorführungen gibt.

© dpa, Wolfgang Krumm Lesen Sie auch: Berlin und Brandenburg vor neuer ILA-Vereinbarung

Von: dk
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