Große Airlines fordern neue Luftverkehrs-Strategie von der EU

17.06.2015 - 12:14 0 Kommentare

Ungewöhnliches Bündnis: Lufthansa, Air France/KLM und die IAG haben sich mit Easyjet und Ryanair zusammengeschlossen. Es geht ihnen um die Luftverkehrs-Strategie der Europäischen Union.

Ein startendes Flugzeug. - © © dpa - Federico Gambarini

Ein startendes Flugzeug. © dpa /Federico Gambarini

Die fünf größten europäischen Fluggesellschaften haben von der EU-Kommission eine neue Strategie für den Luftverkehr verlangt. Insbesondere die Kosten an den Flughäfen und bei der Flugsicherung müssten im Interesse der Passagiere und der gesamten europäischen Wirtschaft gesenkt werden, erklärten sie am heutigen Mittwoch in Brüssel an die Adresse der neuen EU-Verkehrs-Kommissarin Violeta Bulc. Auch müssten Extra-Steuern für Passagiere abgeschafft werden.

Zu der Initiative haben sich erstmals die drei Netz-Anbieter Lufthansa, Air France/KLM und die British Airways-Mutter IAG mit den größten Billigfliegern Ryanair und Easyjet zusammengeschlossen. Man repräsentiere mit jährlich rund 420 Millionen Passagieren rund die Hälfte des europäischen Flugverkehrs und werde voraussichtlich bis zum Oktober einen neuen Verband etablieren, der für alle anderen europäischen Fluggesellschaften offen sei.

Kritik an Monopolen, Passagierkontrollen und Streiks

Flughäfen mit nur einem Monopol-Anbieter für die Bodenabfertigung seien inakzeptabel, sagte zum Beispiel die Easyjet-Chefin Carolyn McCall. Die EU müsse hier die Konsumenten schützen und den Wettbewerb voranbringen.

© AirTeamImages.com, BaoLuo Lesen Sie auch: Landerechte für Golf-Airlines könnten europaweit geregelt werden

Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Carsten Spohr, kritisierte die ständig steigenden Kosten für die Passagierkontrollen, deren Qualität aber nicht besser werde. Ryanair-Chef Michael O'Leary verlangte einen besseren Schutz vor Flugausfällen in der Folge von nationalen Fluglotsenstreiks und einen Neustart für das Projekt eines einheitlichen europäischen Luftraums.

© dpa, Bernd Wüstneck Lesen Sie auch: Keine Einigung auf neue Fluggastrechte in Sicht

Von: dpa
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