Griechische Gewerkschaft ruft zu Streiks gegen Fraport-Deal auf

17.06.2016 - 10:35 0 Kommentare

Auf Griechenland-Flügen ist in der kommenden Woche mit Behinderungen zu rechnen. Eine Gewerkschaft hat zu Streiks aufgerufen, um gegen die geplante Übernahme von Flughäfen durch Fraport zu protestieren.

Blick auf den Flughafen im griechischen Rhodos - © © AirTeamImages.com - Alex Filippopoulos

Blick auf den Flughafen im griechischen Rhodos © AirTeamImages.com /Alex Filippopoulos

Von Montag, 20. Juni, bis Samstag, 25. Juni, hat die griechische Gewerkschaft Osypa das Flughafenpersonal zum Streik aufgerufen. Darüber informierte das Auswärtige Amt in einem aktuellen Reisehinweis. Es sei davon auszugehen, dass vor allem kleinere Flughäfen auf Urlaubsinseln wie Mykonos und Santorin betroffen sein werden, weniger der Flughafen in Athen.

Hintergrund des Streiks sind die Pläne des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, 14 griechische Regionalflughäfen zu übernehmen. Um dagegen zu protestieren, seien nun 1200 Mitarbeiter in der Bodenabfertigung und dem Check-in zum Ausstand aufgerufen worden, schreibt das "Handelsblatt".

Die Konzessionsverträge für die 14 Airports waren Ende vergangenen Jahres unterzeichnet unterzeichnet worden. Die Übernahme soll im Herbst diesen Jahres abgeschlossen werden. Dann übernimmt Fraport nach eigenen Angaben den operativen Betrieb. Die Flughäfen selbst bleiben aber im Eigentum des griechischen Staates.

Die Fraport AG zahlt gemeinsam mit ihrem griechischen Minderheits-Partner für die Betreiber-Konzession einmalig gut 1,2 Milliarden Euro und verpflichtet sich zu Investitionen an den Flughäfen, die sich bis zum Jahr 2020 auf 330 Millionen Euro belaufen sollen. Zudem muss das Konsortium eine jährliche Konzessionsabgabe von anfänglich 22,9 Millionen Euro an den griechischen Staat leisten. Zu den Flughäfen gehören die der Jet-Set-Inseln Mykonos, Santorin und Skiathos sowie der Touristeninseln Rhodos, Korfu und Kos.

Von: gk
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