Griechenland prüft Verkauf von 14 Flughäfen an Fraport

16.02.2015 - 11:35 0 Kommentare

Frankfurts Flughafenbetreiber Fraport will 14 griechische Regionalflughäfen kaufen - jetzt hat die Regierung in Griechenland das Projekt gestoppt. Der endgültige Vertrag sollte eigentlich in diesem Jahr unterschrieben werden.

Blick auf den Flughafen im griechischen Rhodos - © © AirTeamImages.com - Alex Filippopoulos

Blick auf den Flughafen im griechischen Rhodos © AirTeamImages.com /Alex Filippopoulos

Griechenlands neue Regierung hat den geplanten Verkauf von 14 Regionalflughäfen an Frankfurts Flughafenbetreiber Fraport vorerst gestoppt. "Der Vertrag wurde noch nicht ratifiziert und wir haben darum gebeten, ihn bis zu einer Überprüfung auf Eis zu legen", sagte Staatsminister Alekos Flambouraris dem Fernsehsender Mega TV. Es müsse zuvor sichergestellt werden, dass das Vorhaben "am besten dem allgemeinen Interesse dient".

Fraport hatte im November gemeinsam mit seinem griechischen Partner Copelouzos für rund 1,2 Milliarden Euro den Zuschlag für den Betrieb der 14 Regionalflughäfen bekommen. Darunter sind unter anderem die Airports Thessaloniki, Korfu, Mykonos, Rhodos und Santorin.

Die damalige konservative griechische Regierung war auf eine Forderung der internationalen Kreditgeber eingegangen, die Athen im Gegenzug für ein milliardenschweres Hilfsprogramm ein umfangreiches Privatisierungsprogramm auferlegt hatten. Dieses Programm zu beenden, gehört zu den Wahlversprechen des Linksbündnisses Syriza von Alexis Tsipras. Seine neue Regierung stoppte bereits kurz nach ihrem Amtsantritt die Privatisierung des Hafens von Piräus.

dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Fraport-Konsortium erhält Zuschlag für griechische Regionalflughäfen

Eine Mitarbeiterin der Fraport-Pressestelle sagte nun zu den Äußerungen des griechischen Staatsministers, ihr Unternehmen kommentiere grundsätzlich keine laufenden Verhandlungen. Solange vom Partner Copelouzos kein anderes Signal komme, "planen wir normal weiter", fügte sie hinzu. Der endgültige Vertrag sollte ursprünglich im Laufe dieses Jahres unterzeichnet werden.

Von: AFP, dpa
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