Gewerkschaften sprechen sich gegen Rettungsplan für Alitalia aus

09.09.2008 - 18:59 0 Kommentare

Die italienischen Gewerkschaften machen gegen den Rettungsplan für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia mobil. Mehrere Arbeitnehmervertretungen von Piloten und Flugbegleitern bezeichneten die Pläne jetzt als «unannehmbar» und verließen den Verhandlungstisch. Sie forderten gesonderte Gespräche mit der Investorengruppe rund um Präsident Rocco Sabelli, die die verschuldete Airline übernehmen will.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die mit dem Rettungsplan verbundenen neuen Arbeitsverträge, die unter anderem Gehaltskürzungen und weniger Urlaub vorsehen, berichtete die Zeitung «Il Messaggero» am Dienstag.

«Nach Auffassung des Geschäftsführers und der Gesellschafter muss die neue Alitalia - wenn sie überhaupt vom Boden abheben will - die gleiche Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität haben, wie die anderen europäischen Fluggesellschaften», schrieb die Zeitung. Dafür sollen auch mehrere tausend Arbeitsplätze gestrichen werden.

Ende August hatte das Kabinett in Rom mit einer Gesetzesänderung den Weg für die Rettung der Fluglinie freigemacht. Um die Pleite abzuwenden und die Gründung einer neuen Gesellschaft zu ermöglichen, hatte die Regierung Alitalia unter Sonderverwaltung gestellt. Die neue Alitalia soll aus der Fusion der noch staatlichen Fluggesellschaft mit der Privatlinie Airline Air One hervorgehen.

Von: dpa
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