Gewerkschaften für fliegendes Personal gründen "DACH"-Verband

31.03.2016 - 15:43 0 Kommentare

Mehrere Gewerkschaften für das Cockpit- sowie Kabinenpersonal aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich zusammengeschlossen. Ein "Anti-Lufthansa-Bündnis" soll das Ganze aber nicht sein.

Eine Flugbegleiterin ist auf dem Weg zur Lufthansa-Basis in Frankfurt. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Eine Flugbegleiterin ist auf dem Weg zur Lufthansa-Basis in Frankfurt. © dpa /Frank Rumpenhorst

In den deutschsprachigen Stammländern des Lufthansa-Konzerns schließen sich die Gewerkschaften des fliegenden Personals zu einem Bündnis zusammen. Man wolle auf internationaler Ebene gegen Lohn- und Sozialdumping vorgehen, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag in Frankfurt.

Hintergrund ist die Eurowings-Billigstrategie des größten europäischen Luftverkehrskonzerns, der aktuell Flugzeuge von einer deutschen auf eine österreichische Gesellschaft verlagert. Über die Arbeitsbedingungen außerhalb des deutschen Tarifrechts wird mit der österreichischen Gewerkschaft Vida verhandelt. Es handele sich aber nicht um ein "Anti-Lufthansa-Bündnis", sagte Tarifpolitiker Steffen Frey von der deutschen Kabinen-Gewerkschaft Ufo.

"Dem Sparwahn und überbordenden Einsparungen auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erteilt unsere Allianz eine klare Absage", erklärte Vida-Luftverkehrsexperte Johannes Schwarcz laut Mitteilung.

Dem Bündnis "DACH" gehören die deutschen Verbände Ufo und Vereinigung Cockpit, die österreichische Vida sowie die Schweizer Gewerkschaften Kapers (Kabinenpersonal) und Aeropers (Vereinigung des Cockpitpersonals der Swiss) an. Im vierten Lufthansa-Stammland Belgien ist bislang noch keine Gewerkschaft dem Bündnis beigetreten. Dies werde aber angestrebt, wie auch eine weitere Internationalisierung. Über weitere Details zur ihrer künftigen Strategie will die neue Allianz am Freitag, 8. April, in Wien informieren.

Von: gk, dpa
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