Tarifverhandlungen für Sicherheitspersonal ergebnislos vertagt

09.12.2015 - 13:22 0 Kommentare

Verdi fordert für das Sicherheitspersonal an Airports in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine deutliche Lohnerhöhung. Gespräche zeigten aber, dass Gewerkschaft und Arbeitgeber bei dieser Frage noch weit auseinanderliegen.

Eine Frau nimmt auf dem Flughafen in Düsseldorf ihre Handtasche aus einer Schale.  - © © dpa - Federico Gambarini

Eine Frau nimmt auf dem Flughafen in Düsseldorf ihre Handtasche aus einer Schale. © dpa /Federico Gambarini

Die Tarifverhandlungen für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind nach der ersten Runde am heutigen Mittwoch vertagt worden. Die Gespräche seien konstruktiv verlaufen, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Christel Tempel in Leipzig. Allerdings lägen Gewerkschaft und Arbeitgeber bei der Frage der Lohnhöhe noch weit auseinander.

Verdi fordert ein Lohnplus von drei Euro brutto pro Stunde. Bislang verdienten die rund 390 Beschäftigten an den Flughäfen je nach Sicherheitsbereich 9,20 Euro oder 11,80 Euro. Das sei bundesweit unterstes Level. Die nächste Tarifverhandlungsrunde wurde für den 13. Januar 2016 vereinbart.

© dpa, Hannibal Hanschke Lesen Sie auch: Verband: Gewerkschaften kritisieren private Kontrolleure zu Unrecht

Zur Sicherheitsbranche gehören die Beschäftigten des Wach- und Sicherheitsgewerbes sowie die Luftsicherheitsassistenten, die die Passagier- und Gepäckkontrollen an den Flughäfen durchführen. Der Manteltarifvertrag, der zum Beispiel die Arbeitszeiten regelt, gilt bundesweit.

Jedoch hat jedes Bundesland noch einmal einen eigenen Tarifvertrag, der die Bezahlung regelt. Im vergangenen Jahr waren zum Beispiel neue Tarifabschlüsse für die Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen abgeschlossen worden.

Wer sorgt für die Passagier- und Gepäckkontrollen?

Die Passagier- und Gepäckkontrolle ist Aufgabe des Staates. Darum beauftragt die Bundespolizei private Sicherheitsdienstleister. Die einzige Ausnahme ist Bayern. Hier kontrolliert aus historischen Gründen eine landeseigene Gesellschaft. Die in Deutschland beauftragten Dienstleister sind Mitglied im Arbeitgeberverband der Sicherheitsdienstleister (BDSW). Letzterer verhandelt mit der Gewerkschaft Verdi jetzt über neue Tarifverträge auf Landesebene.

Von: ch, dpa, gk
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