Gewerkschaft lobt Austrian-Airlines-Kurs

03.08.2016 - 14:35 0 Kommentare

Austrian Airlines befindet sich derzeit auf dem richtigen Kurs, sagt die österreichische Gewerkschaft Vida. Mit dem Lob verbinden die Arbeitnehmer-Vertreter jedoch auch eine Forderung an die Lufthansa-Tochter.

Verwaltungssitz der Austrian Airlines in Wien - © © dpa -

Verwaltungssitz der Austrian Airlines in Wien © dpa

Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines ist wirtschaftlich auf dem richtigen Weg, sagt die österreichische Gewerkschaft Vida. Der Kurs des Vorstand habe sich positiv entwickelt, teilte Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Vida-Fachbereichs Luftfahrt, jetzt mit. Die Maßnahmen, um dem Konkurrenz- und Preisdruck der Billigairlines standzuhalten, würden zu greifen beginnen.

Mit dem Lob verbindet die Gewerkschaft auch eine Forderung. Vida werde ganz genau darauf achten, dass vom wirtschaftlichen Erfolg alle profitieren, so Schwarcz: "Mit Boni gefüllte Füllhörner, die sich über einige wenige ergießen, kann und darf es nicht geben."

Austrian Airlines hatte das erste Halbjahr mit einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahreszeitraum abschließen können. Die Gesamterlöse stiegen nach Airline-Angaben um knapp drei Prozent beziehungsweise 30 Millionen Euro auf 1,06 Millionen Euro.

Halbjahres-Ergebnis deutlich verbessert

Trotz höherer Personal- und Schulungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Embraer-Einflottung sowie einem stärkeren US-Dollar betrug das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) zum 30. Juni zwei Millionen Euro - nach dem ersten Halbjahr 2015 betrug das Minus 17,1 Millionen Euro.

Auch das um die Erlöse aus Flugzeugverkäufen - die gesamte Fokker-Flotte wird nach Australien verkauft - und sonstigen Abschreibungen bereinigte Ebit für die ersten sechs Monate diesen Jahres fällt mit einem Minus von 100.000 Euro deutlich besser aus als im ersten Halbjahr 2015. Damals musste ein Verlust von 17,2 Millionen Euro verbucht werden.

Den weiteren Jahresverlauf schätzt Austrian Airlines wegen der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Marktbedingungen "verhalten optimistisch" ein, nach dem ersten Quartal wurde noch von einer "deutlichen" Ergebnissteigerung ausgegangen. Auch der Mutterkonzern Lufthansa scheut angesichts von Terrorangst und Buchungseinbruch vor einem konkreten Gewinnziel für 2016 zurück.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Lufthansa Group will keine konkrete Gewinnprognose abgeben

Von: gk
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