Geschäftsführer Dohm verlässt Flughafen Düsseldorf

28.06.2016 - 17:40 0 Kommentare

Der Flughafen Düsseldorf hat künftig mit Thomas Schnalke nur noch einen Geschäftsführer. Ludger Dohm wird überraschend seinen Posten räumen - und zwar schon sehr bald. Dabei steht der Flughafen aktuell vor großen Herausforderungen.

Die beiden Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens: Ludger Dohm (li.) und Thomas Schnalke - © © Düsseldorf Airport -

Die beiden Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens: Ludger Dohm (li.) und Thomas Schnalke © Düsseldorf Airport

Ludger Dohm, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, legt überraschend seinen Posten nieder - und zwar mit Wirkung zum 30. Juni 2016, wie es jetzt in einer Mitteilung des Airports heißt. Demnach werde der Schritt in gegenseitigem Einvernehmen vollzogen.

Die Aufgaben als Sprecher der Geschäftsführung übernimmt Thomas Schnalke. Er leitet derzeit noch gemeinsam mit Dohm die Geschicke des Düsseldorfer Flughafens. Schnalke ist bereits seit 2001 Chef am Airport in Nordrhein-Westfalen. Warum Dohm seinen Posten nach nur etwas über einem Jahr aufgibt, wurde in der Mitteilung nicht bekannt gegeben.

Dohm war im März 2015 als zweiter Geschäftsführer am Airport Düsseldorf dazugestoßen. Er ist in dieser Funktion für die Bereiche Personal, Flugbetrieb, Aviation Marketing, Unternehmenskommunikation, Nachbarschaftsdialog sowie das betriebliche Immobilienmanagement verantwortlich.

© Flughafen Düsseldorf, Lesen Sie auch: Fünf Fragen an den Düsseldorfer Flughafenchef Ludger Dohm

Der Flughafen Düsseldorf hat sich in den vergangenen Jahren deutlich positiv entwickelt. Bei den Passagierzahlen hatte der Flughafen im vergangenen Jahr mit rund 22,5 Millionen Fluggästen zum sechsten Mal in Folge einen neuen Rekord erzielen können. Gleichzeitig kletterten auch Umsatz und Gewinn, zuletzt auf 53,7 Millionen Euro.

Düsseldorf steht vor großen Herausforderungen

Dennoch hatten sich die Flughafenbetreiber zuletzt zurückhaltend gegeben, denn der Airport muss mit einer genehmigungsrechtlichen Wachstumsbegrenzung leben. Darum wagte die Düsseldorfer Flughafenleitung den Antrag auf eine neue Betriebsgenehmigung, die allerdings politisch höchst umstritten ist.

Beim Antrag - zu den Hintergründen gibt es hier weitere Informationen - geht es nicht um einen Ausbau des Flughafens, sondern um die bessere Ausnutzung der vorhandenen technischen Kapazitäten. Unter anderem sollen zukünftig in Düsseldorf in Spitzenzeiten pro Stunde zusammengerechnet bis zu 60 Flüge starten und landen dürfen. Heute sind es maximal 47 Slots. Möglich machen sollen das eine optimierte Nutzung des bestehenden Zweibahn-Systems und acht neue Abstellpositionen.

© dpa, O. Berg Lesen Sie auch: Warum Düsseldorf die neue Betriebsgenehmigung wagt

Von: ch, dh
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