Germanwings einigt sich mit Flugbegleitern auf Tarifvertrag

06.07.2013 - 23:53 0 Kommentare

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings gibt es doch keinen Streik. Das Unternehmen hat am Samstag in den Tarifverhandlungen mit der Kabinengewerkschaft Ufo ein verbessertes Angebot vorgelegt.

Flugbegleiterinnen der "neuen Germanwings"

Flugbegleiterinnen der "neuen Germanwings"
dpa - Maurizio Gambarini

Flugbegleiter der "neuen Germanwings"

Flugbegleiter der "neuen Germanwings"
dpa - Maurizio Gambarini

Eine Flugbegleiterin der "neuen Germanwings"

Eine Flugbegleiterin der "neuen Germanwings"
dpa - Maurizio Gambarini

Gute Nachrichten für Passagiere der Lufthansa-Tochter Germanwings: Die Flugbegleiter der Airline werden mitten in der Ferienzeit nicht streiken. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) erklärte am Samstag in Bad Honnef, Germanwings habe ein verbessertes Angebot vorgelegt. UFO und die Fluglinie wollen auf dieser Basis bis Mitte August einen Tarifvertrag ausformulieren.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft hatte mit Streiks ab Montag gedroht. Germanwings legte nach Angaben der Gewerkschaft in der Nacht zum Samstag sein verbessertes Angebot vor. Demnach soll die Vergütung für die Flugbegleiter in drei Stufen um insgesamt bis zu 5,9 Prozent angehoben werden. Alle derzeit befristeten Arbeitsverhältnisse werden demnach nach Ablauf der Probezeit in unbefristete umgewandelt. Außerdem solle es eine betriebliche Altersversorgung und eine Versicherung gegen Fluguntauglichkeit geben.

Man sei mit dem Angebot an die Kabinengewerkschaft "bis an den Rand des uns Möglichen" gegangen, sagte Germanwings-Geschäftsführer Axel Schmidt laut Presseaussendung. Das Management begrüße die Einigung.

Die Lufthansa hatte erst am Montag die "neue Germanwings" gestartet. Die Tochtermarke bedient künftig sämtliche Strecken des Konzerns innerhalb Europas, abgesehen von den Flügen ab Frankfurt am Main und München.

Die Tarifrunde lief seit neun Monaten. Die Gewerkschaft forderte mehr Geld, will befristete Arbeitsverträge ausschließen und einen späteren Wechsel der Germanwings-Flugbegleiter zur Lufthansa organisieren. Die Lufthansa-Tochter soll etwa 20 bis 30 Prozent günstiger als die Mutter operieren «Germanwings muss günstig bleiben. Wenn dies durch zu hohe Tarifabschlüsse nicht mehr gegeben ist, hat auch die Germanwings ihre Existenzgrundlage verloren», hatte Lufthansa-Chef Christoph Franz zuvor in einem Interview gesagt.

Germanwings hat rund 700 Flugbegleiter, von denen nach Ufo-Angaben weit mehr als die Hälfte Gewerkschaftsmitglieder sind. Die Gewerkschaft hatte schon vor Abschluss der Verhandlungen in einer Urabstimmung eine ausreichende Mehrheit für einen Streik gesammelt.

Von: AFP, dpa, airliners.de
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