Germania fliegt Scharm el Scheich wieder an

01.11.2016 - 09:45 0 Kommentare

Ein Bombenanschlag auf eine Passagiermaschine brachte vor einem Jahr den Flugbetrieb deutscher Airlines in Richtung Scharm el Scheich zum Erliegen. Als erste Fluggesellschaft nimmt ihn Germania nun wieder auf.

Germania Airbus A319 - © © AirTeamImages.com - Ray McFadyen

Germania Airbus A319 © AirTeamImages.com /Ray McFadyen

Ein Jahr nach dem Absturz eines russischen Ferienfliegers fliegt wieder eine deutsche Fluggesellschaft zur ägyptischen Sinai-Halbinsel. Germania verbindet München und Düsseldorf jeweils montags nonstop mit Scharm el Scheich, wie die Airline mitteilte.

Es ist die erste deutsche Fluggesellschaft, die wieder eine Verbindung auf die Sinai-Halbinsel eingerichtet hat. Nach dem Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger aus Scharm el Scheich, bei dem am 31. Oktober 2015 alle 224 Insassen getötet wurden, hatte die Bundesregierung Auflagen erlassen: Die auf dem ägyptischen Flughafen aufgegebenen Koffer müssten in einer gesonderten Maschine nach Deutschland transportiert werden.

Daraufhin setzten deutsche Reiseveranstalter ihre Verbindungen komplett aus. Die Begründung: Eine solche Maßnahme sei Urlaubern nicht zumutbar. Das Bundesverkehrsministerium hatte die Einschränkungen im Mai wieder aufgehoben.

© AirTeamImages.com, Luis Rosa Lesen Sie auch: Veranstalter bieten wieder Pauschalreisen nach Scharm el Scheich

Ein Sicherheitsexperte der Germania habe zusammen mit internationalen Experten an mehreren Evaluierungen des Airports in Scharm el Scheich teilgenommen, teilte die Airline jetzt weiter mit. Ergebnis: Die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen seien in den vergangenen Monaten deutlich verbessert worden und entsprächen den internationalen Auflagen.

Bei der Aufklärung des Flugzeugabsturzes sollen auch deutsche Experten helfen. Auch wenn es noch immer keinen offiziellen Bericht gibt, so wird doch davon ausgegangen, das es sich um einen Terrorakt durch eine Bombe an Bord gehandelt hat. Ägyptens Staatspräsident Abd al-Fattah al-Sisi hatte dies indirekt zugegeben. Ein auf dem Sinai agierender Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Tat für sich beansprucht.

Von: gk, dpa
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