Erster Airbus A319 der Germania bei der Ankunft in Berlin-Tegel © Germania
Die Berliner Fluggesellschaft Germania hat mit der Übernahme eines ersten Flugzeugs vom Typ Airbus A319 die Umstellung ihrer Flotte eingeleitet. Bis Anfang 2013 sollen alle bisherigen Boeing 737 bei Germania durch Airbus-Jets ersetzt werden. In den kommenden zwei Jahren erhält die Airline insgesamt 15 Airbus A319
Fünf Flugzeuge hat Germania Mitte vergangenen Jahres direkt beim Hersteller Airbus geordert. Zwei Jets, darunter die jetzt übernommene A319, least die Airline über Doric Asset Finance, ein auf Flugzeuginvestitionen spezialisiertes Finanzierungsunternehmen. Weitere Flugzeuge sollen noch im Frühjahr von einem weiteren Leasinggeber übernommen werden.
Germania Technik wird eigenständige Tochter
Mit dem Beginn der Umstellung auf Airbus A319 gehen auch organisatorische Veränderungen einher. Germania Technik, bislang als ein Bereich in das Unternehmen Germania Fluggesellschaft integriert, wird zum 1. April 2011 als eigenständige Firma ausgegliedert und firmiert künftig als Germania Technik Brandenburg (GTB).
Die GTB bleibt eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Germania und bietet als zertifizierter Instandhaltungsbetrieb neben Wartungsarbeiten an den Baumustern Boeing 737 und Airbus A320 auch eine umfangreiche Palette an Service- und Supportleistungen aus ihrem CAMO (Continuing Airworthiness Management Organisation)/Engineering-Betrieb für andere Airlines an. Darunter fallen auch Leistungen für Einkauf und Logistik. Erster externer Kunde der Germania Technik Brandenburg ist die neue Fluggesellschaft Flynext des Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl.
Die Geschäftsführung der Germania Technik Brandenburg übernimmt Andreas Wobig, der gleichzeitig als Chief Technical Officer (CTO) zum zweiten Geschäftsführer im Mutterunternehmen Germania Fluggesellschaft ernannt wurde. Wobig ist zudem als Geschäftsführer bei der zur Unternehmensgruppe gehörenden SAT Fluggesellschaft tätig, die als Leasingunternehmen Flugzeuge an Germania als auch anderen Fluggesellschaften vermietet. Chief Commercial Officer (CCO) John Kohlsaat - bisheriger zweiter Mann an der Germania-Spitze - hat die Airline zum Monatsbeginn verlassen.
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