Rundschau

Germania-Lücken und Airline-Sterben

11.02.2019 - 18:00 0 Kommentare

Die insolvente Germania hinterlässt Lücken im Flugplan, die immer mehr Carrier kurzfristig schließen wollen. Gleichzeitig sucht die Branche Erklärungsversuche für das Airline-Sterben. Unsere Übersicht mit allen Kurzmeldungen sowie der Presseschau des Tages.

Eine Boeing 737 der Germania steht am Kassel Airport. - © © dpa - Uwe Zucchi

Eine Boeing 737 der Germania steht am Kassel Airport. © dpa /Uwe Zucchi

Immer abends gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Die Kurzmeldungen des Tages

Nach Germania I: Lauda Motion verdoppelt die Anzahl der am Flughafen auf Palma de Mallorca stationierten A320-Jets - ab Juni sind es laut Mitteilung vier statt zwei. Damit reagiere man auf den Marktaustritt von Germania und die finanziellen Probleme von Norwegian, heißt es.

Nach Germania II: Sun Express erweitert ihre Flotte um zwei auf insgesamt 83 Flugzeuge. Die in Antalya stationierten A320-Jets würden einer Sprecherin zufolge zusammen mit fünf anderen Maschinen im Sommer von Avion Express gemietet. Auslöser für die Entscheidung war die Germania-Pleite. Gleichzeitig wird dadurch wird die Rückkehr von Sun Express in Friedrichshafen vorgezogen.

Sundair wird im Sommer eine A319 in Karlsruhe/Baden-Baden stationieren. Diese wird laut Mitteilung ab Ende Mai für Tuifly betrieben. Sundair wird nach Palma de Mallorca, Heraklion, Kos, Rhodos, Hurghada, Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa.

Lufthansa wird die zwei für den Sommer von Air Baltic geleasten Airbus A220 in München stationieren. Laut Flugplandaten werden die Jets auf den Strecken nach Bukarest, Budapest, Luxemburg und Lyon eingesetzt.

Die Flughafen München GmbH (FMG) weitet ihre internationalen Beteiligungen aus. Laut einem Bericht in ihrem Kundenmagazin beteiligt sich die FMG am Bau und Betrieb der neuen Terminals an den Airports John F. Kennedy und Newark. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Safe Drone von Lufthansa Technik (LHT) und der Drohnen-Flottenbetreiber Lufthansa Aerial Services bündeln ihr Know-How. Fortan steuert LHT laut Mitteilung alle Drohnenaktivitäten im Kranich-Konzern. Safe Drone fokussiert sich auf technisches Flottenmanagement, Lufthansa Aerial Services ist für die Drohneneinsätze an Industrieanlagen wie Windkraftanlagen und Stromtrassen verantwortlich.

© Jan Brandes, Lesen Sie auch: Investitionen in Drohnen: Deutschland auf Platz zwei

Harms Prins, ehemaliger Geschäftsführer von VLM Brussels plant offenbar den Neustart der Airline. Wie die niederländische Zeitung "De Tijd" berichtet, soll der Manager ehemalige Angestellte gefragt haben, ob diese am Neustart der Airline teilhaben wollen. Der Konkursverwalter wolle die Vorschläge prüfen, sei aber nicht sehr hoffnungsvoll, heißt es.

Die HNA-Beteiligung Swissport stockt ihre Beteiligung an Heathrow Cargo Handling Ltd. von 50 auf 100 Prozent auf. Laut Mitteilung soll der Deal im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein. Die Joint-Venture-Lösung in London besteht seit 1995.

Das schreiben die Anderen

Nach Air Berlin und der Small Planet muss innerhalb von nur 15 Monaten mit Germania die dritte deutsche Airline mit Sitz in Berlin ihren Betrieb einstellen. Denn: Die Luftfahrtbranche ist traditionell eine sehr margenschwache Industrie, beschreibt das "Manager Magazin". Da falle eine geringe Auslastung mehr ins Gewicht.

Der Chef von Germania, Karsten Balke, soll Vermögenswerte aus der Firma herausgelöst haben, um sie vor dem Insolvenzverwalter zu schützen. Nun weist er die Vorwürfe zurück, berichtet "Der Spiegel"

Mit Germania ging schon wieder eine europäische Fluglinie pleite. Eine in der Schweiz angesiedelte Schwester kämpft ums Überleben. Seit einem Jahr reiht sich eine Insolvenz an die nächste, zeigt die "Neue Zürcher Zeitung am Sonntag".

© dpa, Lesen Sie auch: Wöhrl und Hunold wollten Germania retten

Der Luftverkehr in Europa ist kleinteilig und unökonomisch. Immer mehr Airlines geben auf und die Verspätungen und Regressforderungen der Kunden nehmen zu. Es zeigt sich, wie krank das System Luftfahrt in Europa ist, kommentiert "Welt".

Vor fünfzig Jahren hebt die Boeing 747 zum ersten Mal ab. Der damals größte Passagierjet der Welt schreibt eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Und jeder liebt seinen Buckel, beschreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Von: airliners.de
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