Germania hat neue Geldgeber gefunden

21.01.2019 - 07:54 0 Kommentare

Vor einigen Wochen meldete Germania einen finanziellen Engpass. Nun hat die Airline die erforderlichen Millionen eingesammelt - will aber nicht sagen, wer die Investoren sind.

A319 von Germania. - © © AirTeamImages.com - 4x6zk-moni shafir

A319 von Germania. © AirTeamImages.com /4x6zk-moni shafir

Die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft Germania hat nach eigenen Angaben den aufgetretenen Liquiditätsengpass schließen können. "Hinsichtlich unserer Finanzierungsbemühungen haben wir heute eine wichtige Zusage erhalten, so Airline-Chef Karsten Balke am Wochenende. Anfang Januar hatte Germania mitgeteilt, in eine finanzielle Notlage geraten zu sein.

Die nun erhaltene Unterstützung gehe "über den angestrebten Betrag von 15 Millionen Euro deutlich hinaus", so Balke weiter. Die Mittel sollen in dieser Woche zur Verfügung gestellt werden. Damit sei die "mittel- und langfristige Perspektive der Germania als unabhängige mittelständische Fluggesellschaft gesichert".

Zudem liege die Zahl der Vorausbuchungen für den Sommer über dem Vorjahreswert. Von welchen Investoren das Geld kommt, möchte man auf Nachfrage von airliners.de nicht sagen.

Finanzen litten unter gestiegenem Ölpreis

Schon länger ranken sich in der Branche Gerüchte um die angespannte finanzielle Situation von Germania. Anfang Januar teilte die Airline mit, dass man aktuell verschiedene Optionen prüfe, "um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern".

Besonders das vergangene Jahr sei "mit großen Herausforderungen" verbunden gewesen. Germania nannte "massive Kerosinpreissteigerungen" während des Sommers bei gleichzeitiger Abwertung des Euros gegenüber dem Dollar sowie eine "außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Serviceleistungen" an der eigenen Flotte als Belastungen für das Unternehmen.

Nach airliners.de-Informationen sind in den vergangenen beiden Geschäftsjahren mehrere Flugzeuge für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag verkauft worden. Einen Verkauf des kompletten Fluggeschäfts schloss Eigentümer Balke jedoch jüngst aus.

Germania war als Airline im Chartermarkt groß geworden. In der Vergangenheit generierte die Airline mit zuletzt 37 Flugzeugen immer mehr Umsatz im Liniengeschäft. Reiseveranstalter und Flughäfen hielten trotz der finanziellen Turbulenzen an Germania fest:

© AirTeamImages.com, Dominik Spuller Lesen Sie auch: Airports setzen weiter auf Germania

Von: cs
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