Germania kooperiert mit Condor und setzt auf weitere Partnerschaften

08.03.2017 - 17:24 0 Kommentare

Germania und Condor haben auf der ITB in Berlin eine Vertriebskooperation bekanntgegeben. Für Germania ist es nicht die erste Airline-Partnerschaft. Schon bald sollen weitere Kooperationen aufgesetzt werden.

EIn Airbus A321 der Germania startet auf Teneriffa. - © © AirTeamImages.com - HAMFive

EIn Airbus A321 der Germania startet auf Teneriffa. © AirTeamImages.com /HAMFive

Germania und Condor haben auf der ITB in Berlin eine Kooperation bekanntgegeben. Ab sofort können Fluggäste auf den Webseiten der Airlines auch die Flüge der jeweils anderen Fluggesellschaft buchen. Im Detail geht es den Angaben nach um die sich jeweilig ergänzenden Kurz- und Mittelstreckenverbindungen.

Ziel der neuen Kooperation sei, die gemeinsamen Vertriebsmöglichkeiten zu bündeln, sagte Germania-Chef Karten Balke im Gespräch mit airliners.de: "Germania und Condor ergänzen sich ideal." Es gebe kaum Überlappungen im Flugplan - zudem würden beide Airlines ein ähnliches Produkt anbieten.

Ein Codesharing sei aktuell noch nicht geplant. Für Umsteigeverbindungen würde es zu wenig Anknüpfungspunkte zwischen den zwei Fluggesellschaften geben, so Balke. Dennoch könnte die Kooperation zukünftig weiter ausgeweitet werden, dazu müssten dann aber noch die unterschiedlichen Buchungssysteme enger miteinander verzahnt werden.

Codesharing-Partnerschaft mit Sky Express

Für Germania ist die Kooperation mit Condor bereits die zweite neue Vertriebspartnerschaft in diesem Jahr. Anfang Januar hatten die Berliner ein umfangreiches Codesharing mit der griechischen Regionalairline Sky Express bekanntgegeben.

© Germania, Karsten Kiessling Lesen Sie auch: Germania setzt auf Wachstum an kleineren Flughäfen

Die Buchungen für die insgesamt 14 weiterführenden Routen aus Athen auf griechische Inseln würden sehr gut angenommen, sagte Balke. Germania hatte für die neue Partnerschaft extra erstmals auch Flüge in die griechische Hauptstadt aufgenommen. Nun plant Germania die neue Anschlussdestination als Ganzjahresziel.

Air-Europa-Kooperation soll ausgeweitet werden

Im vergangenen Jahr hatte Germania bereits eine Kooperation mit der spanischen Air Europa aufgenommen. Seitdem gibt es einzelne Routen, die im Rahmen eines Interlinings miteinander verknüpft werden. Auch diese Zusammenarbeit will Balke bald ausweiten. Den Angaben nach laufen bereits intensive Gespräche, um demnächst auch Codesharings anbieten zu können.

Gleichzeitig spricht Germania bereits mit anderen Partnern. Es gebe bereits sehr konkrete Ideen, sagte Balke, sowohl mit Netzwerkairlines als auch mit Zielgebiets-Carriern. Details dazu nannte er nicht.

© AirTeamImages.com, nustyR Lesen Sie auch: Condor muss sparen und streicht Stellen

Die Ferienfluggesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden sich aktuell in einer Umbruchphase. Während Eurowings einen Teil der touristischen Air-Berlin-Kapazitäten übernimmt, soll in Österreich ein neuer Ferienflieger aus Tuifly und Niki entstehen. Mit Azur Air entsteht derweil auch ein neuer Player am Markt.

Von: dh
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Viele verschiedene Airlines waren in diesem Sommer am Himmel zu sehen - hier 15 von ihnen plus die verschwundene Air Berlin. So performten die Airlines im Sommer

    Bilanz 30 Prozent mehr Flüge als im Sommer 2017 haben die 15 wichtigsten Airlines auf dem deutschen Markt in diesem Sommer angeboten. Gleichzeitig wuchsen auch die Probleme massiv. Mit schweren Folgen.

    Vom 26.10.2018
  • Norwegian-Chef Björn Kjos im Cockpit. Norwegian erwägt Verkauf von Neo-Jets

    Die finanziell angeschlagene Norwegian trennt sich von fünf Airbus-A320-Neo-Maschinen. Mit dem Verkauf kommen rund 62 Million Dollar in die Kassen des Low-Costers. Die Praxis ist nicht neu.

    Vom 16.11.2018
  • Die D-ASPC in den Farben von Small Planet Airlines. LBA setzt Small Planet Frist bis Sonntag

    Das Luftfahrt-Bundesamt macht der insolventen Small Planet Deutschland Druck. Diese arbeitet weiter an einer Übernahme durch einen niederländischen Investor - und skizziert bereits zwei Szenarien für die kommende Woche.

    Vom 29.10.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus