Gericht verbietet Krabbensalat im Handgepäck

30.03.2017 - 17:00 0 Kommentare

Krabbensalat, Mozzarella und eingelegte Heringshappen dürfen nicht ins Handgepäck. Dies urteilt nun das Oberverwaltungsgericht in Berlin. Es lässt aber eine Ausnahme zu.

Nordseekrabben. (Foto: PhotoArt Laatzen, gepostet auf Flickr, CC BY-ND 2.0) - © © PhotoArt Laatzen -

Nordseekrabben. (Foto: PhotoArt Laatzen, gepostet auf Flickr, CC BY-ND 2.0) © PhotoArt Laatzen

Krabbensalat, Mozzarella und eingelegte Heringshappen sind im Handgepäck im Flugzeug verboten - es sei denn, sie werden in 100-Milliliter-Behälter verpackt und in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel mitgeführt. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg nun entschieden.

Geklagt hatte ein Fluggast, der 2013 mit 272 Gramm Büffelmozzarella, 155 Gramm Nordseekrabbensalat und 140 Gramm "Flensburger Fördetopf" nicht durch die Sicherheitskontrolle des Flughafens Berlin-Tegel durfte. Schon in erster Instanz war seine Klage beim Berliner Verwaltungsgericht gescheitert.

Mischung aus Flüssigkeiten und Feststoffen

Die Leckereien seien Mischungen von Flüssigkeiten und Feststoffen und damit nach europäischem Verordnungsrecht wie alle anderen Flüssigkeiten zu behandeln, entschieden die Richter. Eine Revision ließen sie nicht zu.

Für Flüssigkeiten auf Flügen gelten seit 2006 strenge Regeln, um Anschläge zu verhindern. Laut Oberverwaltungsgericht war die Bundespolizei im verhandelten Fall nicht verpflichtet, zu untersuchen, ob die Lebensmittel Flüssigsprengstoff enthielten.

© dpa, Paul Zinken Hintergrund: Beim Handgepäck gilt Hausrecht des Flugpersonals

Von: cs, dpa
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