Gericht: Konditionen für Flugschein-Änderung sind klar anzugeben

04.01.2017 - 09:10 0 Kommentare

Mitunter müssen die Reisedaten im Flugschein geändert werden. Unter welchen Umständen dann eine Gebühr fällig wird, muss die Fluggesellschaft klar darlegen.

Fluggäste der Lufthansa warten im Terminal in Berlin-Tegel auf die Abfertigung.  - © © dpa - Rainer Jensen

Fluggäste der Lufthansa warten im Terminal in Berlin-Tegel auf die Abfertigung. © dpa /Rainer Jensen

Eine Fluggesellschaft darf nicht offen lassen, unter welchen Bedingungen sie eine Änderung der Reisedaten im Flugschein akzeptiert. Entsprechend schwammig formulierte Klauseln in den Geschäftsbedingungen sind unwirksam, zeigt ein Urteil des Landgerichts Köln (Az.: 26 O 435/15).

In dem verhandelten Fall hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen eine Fluggesellschaft geklagt. Die Airline hatte erklärt, die Reisedaten des Passagiers - zum Beispiel der Name - könnten "unter Umständen" nur gegen Gebühr oder gar nicht geändert werden. Sie ließ allerdings offen, in welchen Fällen genau eine Gebühr anfällt und wann nicht.

Das Gericht sah darin eine unangemessene Benachteiligung des Kunden. Zumal die Bedingungen zuließen, dass der Flugschein nur gegen Gebühr korrigiert werden könne - sogar wenn die Airline selbst bei der Ausstellung des Tickets einen Fehler gemacht habe.

Von: dpa, gk
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