Gericht lehnt Klage gegen späte Landungen am Airport Düsseldorf ab

23.03.2017 - 09:50 0 Kommentare

Die nächtlichen Landungen am Flughafen Düsseldorf sollen eingeschränkt werden. Das forderten Anwohner vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster - und sind jetzt damit gescheitert.

Ein Airbus 320-200 der Lufthansa wird am Düsseldorfer Flughafen aus der Parkposition gedrückt.  - © © dpa - Marcel Kusch

Ein Airbus 320-200 der Lufthansa wird am Düsseldorfer Flughafen aus der Parkposition gedrückt. © dpa /Marcel Kusch

Nächtliche Landungen auf dem Flughafen Düsseldorf werden vorerst nicht weiter eingeschränkt. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte jetzt eine von Anwohnern beantragte Rücknahme entsprechender Genehmigungen ab.

Die Kläger hatten gefordert, die vor Jahren gegebene Erlaubnis zusätzlicher Landungen zwischen 22 und 23 Uhr rückgängig zu machen. Derzeit gibt es eine Genehmigung für 33 Landungen in dieser Zeit. Die Kläger argumentierten, dass Deutschlands drittgrößter Flughafen damals einen zu großen Bedarf angemeldet habe. Die beantragten Abfertigungszeiten für die Fluglinien würden heute gar nicht genutzt.

Richter: "Evidente Fehleinschätzungen" liegen nicht vor

Nordrhein-Westfalens oberste Verwaltungsrichter aber sahen das anders. Die damalige Planung sei auch im Nachhinein nicht zu beanstanden, und die Bedingungen hätten sich nicht derart geändert, dass die Genehmigung zurückgezogen werden müsste. Auch hätten keine "evidenten Fehleinschätzungen der gesundheitlichen Auswirkungen des Flugverkehrs und der Maßnahmen zum Schutz vor Fluglärm vorgelegen", stellte das Gericht fest.

Die Revision gegen die Entscheidung wurde nicht zugelassen. Dagegen können die Kläger Nichtzulassungsbeschwerde einlegen, über die das Bundesverwaltungsgericht entscheidet.

© Flughafen Düsseldorf, Andreas Wiese Lesen Sie auch: Bundesumweltministerin: Könnten Flüge von Düsseldorf nach Weeze verlagern

Von: ch, dpa
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