Gericht entscheidet noch in diesem Jahr über Etihad-Codesharings mit Air Berlin

18.12.2015 - 11:41 0 Kommentare

Die Braunschweiger Richter urteilen noch in diesem Jahr über die umstrittenen Gemeinschaftsflüge von Air Berlin und Etihad. Es geht um 31 Verbindungen, die nur noch bis zum 15. Januar genehmigt sind.

Sitzungssaal am Verwaltungsgericht Braunschweig. - © © Verwaltungsgericht Braunschweig -

Sitzungssaal am Verwaltungsgericht Braunschweig. © Verwaltungsgericht Braunschweig

Die Entscheidung in Sachen Codesharing Air Berlin/Etihad fällt noch in diesem Jahr. Das sagte Torsten Baumgarten, Vorsitzender Richter und Sprecher am Verwaltungsgericht Braunschweig, auf Anfrage von airliners.de. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Es geht dabei um 31 der 83 Gemeinschaftsflüge im Winterflugplan beider Airlines. Die restlichen Verbindungen fallen unter das Luftverkehrsabkommen und sind vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) genehmigt. Letzteres sitzt in Braunschweig, darum ist das dortige Verwaltungsgericht für den Fall zuständig. Die nächste Instanz wäre das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen in Lüneburg.

© dpa, Maja Hitij Lesen Sie auch: Für Air Berlin geht es um die Existenz

Um die Codeshare-Flüge mit Air Berlin durchzusetzen, hatte Etihad Airways Ende Oktober eine einstweilige Verfügung erreicht. Die Braunschweiger Richter verpflichteten die Bundesregierung damals, die Codeshares bis zum 8. November zu genehmigen. Das Luftfahrtbundesamt befristete die Verbindungen dann sogar "letztmalig" bis zum 15. Januar 2016.

Das LBA untersteht Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Dieser sagte, dass es bei dem Verbot bleibe. Air-Berlin-Chef Stefan Pichler geht jedoch davon aus, dass die Etihad-Codesharings erneut genehmigt werden.

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Bei Air Berlin ist die Luft raus. Reaktionen zur Air-Berlin-Übernahme

    Lufthansa übernimmt große Teile der Air Berlin. Verdi mahnt, dass allen Mitarbeitern eine Perspektive geschaffen werden müsse. Auch Monopolkommissionschef Wambach und Berlins Bürgermeister Müller äußern sich.

    Vom 13.10.2017
  • Fluggäste an Schaltern der Air Berlin. Tausende weitere Air-Berlin-Kunden gehen wohl leer aus

    Tausende Mittelstrecken-Tickets der Air Berlin, die vor der Insolvenz-Anmeldung gebucht wurden und erst in der nächsten Flugplanperiode wirksam werden sollten, sind laut eines Medienberichts so gut wie wertlos. Dafür gebe es eine einfache Erklärung.

    Vom 11.10.2017
  • Flugzeuge von Air Berlin und Lufthansa in Düsseldorf. Mit dem Lufthansa-Monopol droht ein Passagierrückgang

    Apropos (20) Wie entwickelt sich der innerdeutsche Luftverkehr nach der Air-Berlin-Aufteilung? Verkehrsexperte Manfred Kuhne untersucht zwei Szenarien. Die Folgen auf die Passagierzahlen könnten unterschiedlicher nicht sein.

    Vom 27.09.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus