Geänderte Vorschriften für Flüssigkeiten im Handgepäck

31.01.2014 - 07:38 0 Kommentare

Ab heute gelten gelockerte Flüssigkeitsvorschriften. Demnach dürfen Passagiere ihre außerhalb der EU in Duty-Free-Shops erworbenen Flüssigkeiten beim Umsteigen innerhalb der EU wieder im Handgepäck mitnehmen.

Beutel mit Kosmetika, die Flüssigkeiten enthalten

Beutel mit Kosmetika, die Flüssigkeiten enthalten
© dpa

Eine Mitarbeiterin des Sicherheitspersonals kontrolliert auf dem Flughafen in Düsseldorf das Handgepäck der Fluggäste.

Eine Mitarbeiterin des Sicherheitspersonals kontrolliert auf dem Flughafen in Düsseldorf das Handgepäck der Fluggäste.
© dpa - Roland Weihrauch

Für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck auf Flugreisen innerhalb der EU gelten ab heute neue Vorschriften. Grund sei eine neue Kontrolltechnik zum Aufspüren von Flüssigsprengstoffen, teilte das Bundesinnenministerium mit. Somit könnten Medikamente, Spezialnahrung wie beispielsweise Babynahrung sowie Flüssigkeiten aus Duty-Free-Einkäufen wieder als Handgepäck mitgenommen werden, müssten aber mit der neuen Technik auf Sprengstoff untersucht werden.

Ab heute seien alle an Flughäfen außerhalb der EU oder bei Fluggesellschaften gekauften Duty-Free-Flüssigkeiten im Handgepäck erlaubt, erklärte das Ministerium. Der gekaufte Artikel müsse aber zusammen mit dem Beleg bis zum Zielflughafen in dem versiegelten Sicherheitsbeutel mit rotem Rand bleiben. Diese Beutel sowie flüssige Medikamente und Spezialnahrungen würden dann mit der speziellen Technik überprüft.

Für die Sicherheitskontrolle vor dem Flug müssten alle Flüssigkeiten aus dem Gepäck genommen und gesondert vorgelegt werden. Könne die Ungefährlichkeit der Flüssigkeit nicht eindeutig geklärt werden, dürfe sie nicht ins Handgepäck.

Kleinere Mengen an Flüssigkeiten, deren Menge 100 Milliliter nicht übersteigt, dürfen demnach wie bisher in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren 1-Liter-Plastikbeutel mitgenommen werden. Flüssigkeiten, deren Menge 100 Milliliter übersteigt und bei denen es sich nicht um Medizin, Spezialnahrung oder zollfreie Ware handelt, müssen weiterhin mit dem normalen Gepäck aufgegeben werden.

Die EU hatte im Jahr 2006 beschlossen, die Mitnahme von Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen zu beschränken. Im August 2006 hatten britische Behörden terroristische Anschläge auf Flugzeuge verhindert, bei denen flüssiger Sprengstoff in Getränkeflaschen während des Fluges zur Explosion gebracht werden sollte.

Ursprünglich waren schon für 2011 Lockerungen vorgesehen, aber dann aufgeschoben worden. Nun sollte die Beschränkung im April 2013 wegfallen. Die Flughäfen warnten davor, diese Regelung zu kippen. Ihrer Ansicht nach gab es damals noch keine ausgereiften Geräte, die Flüssigkeiten sicher auf ihre Gefährlichkeit hin überprüfen können.

Von: AFP, airliners.de
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