Ein Fahrzeug der Vorfeld-Aufsicht f © dpa /Fredrik von Erichsen
Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» Schadensersatz in Millionenhöhe für ihren Streik im vergangenen Februar zahlen. Die Luftfahrtgesellschaften Lufthansa, Air Berlin und Condor, sowie der Flughafenbetreiber Fraport und die Deutsche Flugsicherung haben nach Informationen des Magazins in der vergangenen Woche Klage am Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht. Die Schadenersatzforderung soll bei zehn Millionen Euro liegen.
Ein Lufthansa-Sprecher machte zu der Summe am Sonntag in Frankfurt keine Angaben, bestätigte aber die Klage. Im Februar hatten knapp 200 Vorfeldkontrolleurer am Frankfurter Flughafen rund zwei Wochen lang die Arbeit niedergelegt.
Der Arbeitskampf einer sehr kleinen Spezialistengruppe hatte auch zu erneuten Diskussionen um die Tarifeinheit geführt. Auch die Großgewerkschaft Verdi hatte die GdF als unsolidarisch angefeindet. Vor allem Vertreter der Luftverkehrswirtschaft verlangten einen besonderen Schutz von Infrastrukturunternehmen gegen Streiks kleiner Sparten-Gewerkschaften. Dagegen steht das Grundrecht der Koalitionsfreiheit.
Am vergangenen Donnerstag hat ein Gericht bereits eine Schadenersatzklage gegen die GdF abgewiesen. Drei Fluggesellschaften hatten wegen zweier Streikaufrufe mehrere Millionen Euro für Umbuchungen und entgangenem Gewinn gefordert.
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