GBAS - Präzise Landung mit Hilfe der Satelliten

05.09.2007 - 10:00 0 Kommentare

Mit der Landung einer speziell ausgerüsteten Boeing 737 auf dem Flughafen Bremen hat am Mittwoch die Testphase für ein neues, punktgenaues Landeverfahren begonnen. Hinter der Abkürzung GBAS verbirgt sich das Ground Based Augmentation System. Es ermöglicht nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) eine präzise Landung mit Hilfe von Satelliten. Die GBAS-Sender liefern zusätzlich ein Funksignal, das die Präzision der Satellitenangaben erhöht.

Auf dem Flughafen Bremen ist am Mittwoch erstmals in Europa im regulären Flugbetrieb eine Maschine mit dem satellitengestützten Landesystem GBAS gelandet. Eine in Palma de Mallorca gestartete Boing 737-800 der Fluggesellschaft TUIfly mit 104 Passagieren an Bord setzte wie geplant um 11.59 Uhr in Bremen auf, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Axel Raab. Die TUIfly-Maschine wird in einer Testphase bis zum Frühjahr 2008 mit dem neuen System mindestens zweimal täglich den Bremer Airport anfliegen. Bei positivem Verlauf soll das neue System zertifiziert werden.

Bei dem neuen System wird die Satellitennavigation von einer unbemannten Bodenstation am Flughafen unterstützt. GPS allein habe nur eine Genauigkeit von plus-minus 20 Metern, sagte Raab. Diese reiche nicht, um die Landebahn zielsicher zu treffen. Die Bodenstation empfängt deshalb die Signale der Satelliten und vergleicht diese mit den Daten des Flugzeuges. An Bord des Flugzeuges wird mithilfe der Korrekturwerte die Position exakt bestimmt und das Flugzeug zur Landebahn geleitet.

Bremen wurde für den Testbetrieb ausgewählt, weil der Flughafen zwar international ist, aber nicht so reger Betrieb wie in Frankfurt oder München herrscht. «Dort hätte der Testbetrieb gestört», sagte Raab.

Von: dpa, ddp
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