Fusion perfekt: Neue American erstmals an der Börse gelistet

10.12.2013 - 08:47 0 Kommentare

American Airlines und US Airways haben sich zur weltgrößten Fluggesellschaft zusammengeschlossen und rechnen nun mit Einsparungen in Milliardenhöhe. Vor dem Deal mussten jedoch einige Hindernisse überwunden werden.

Boeing 777-300ER der American Airlines

Boeing 777-300ER der American Airlines
© AirTeamImages.com - Steve Flint

American Airlines Boeing 737-800

American Airlines Boeing 737-800
© AirTeamImages.com - Jorge Chavez

Boeing 757-200 von US Airways (vorn) und American Airlines

Boeing 757-200 von US Airways (vorn) und American Airlines
© AirTeamImages.com - Serge Bailleul

Der Zusammenschluss von American Airlines und US Airways zur weltgrößten Fluggesellschaft ist unter Dach und Fach. Die Aktien der neuen American Airlines Group notierten am Montag erstmals unter dem Symbol "AAL" an der New Yorker Börse Nasdaq. Bis die beiden Flugbetriebe endgültig miteinander verschmolzen sind, dürften nach Angaben des Konzerns noch 18 bis 24 Monate vergehen.

"Wir nehmen das Beste von US Airways und American Airlines, um einen formidablen Wettbewerber zu schaffen", erklärte Konzernchef Doug Parker, der zuvor an der Spitze von US Airways gestanden hatte. "Wir erwarten, unsere Firmen schnell und effizient zusammenzuführen, damit die bedeutenden Vorteile der Fusion realisiert werden können."

American Airlines und US Airways hatten ihre elf Milliarden Dollar schweren Fusionspläne im Februar verkündet. Beide Unternehmen erhoffen sich Einsparungen von mehr als einer Milliarde Dollar. Gemeinsam bilden die Airlines gemessen an Passagierzahlen die größte Fluggesellschaft der Welt. Der neue Konzern schiebt sich damit an den US-Konkurrenten United und Delta vorbei, die selbst Zusammenschlüsse mit Continental beziehungsweise Northwest hinter sich haben.

American Airlines und US Airways hatten sich Mitte November mit dem US-Justizministerium auf die Einstellung eines Wettbewerbsverfahrens gegen den Zusammenschluss geeinigt. Beide Unternehmen erklärten sich dabei bereit, Start- und Landerechte an sieben großen US-Flughäfen an Billigflieger abzugeben. Ende November gab dann ein Insolvenzgericht endgültig grünes Licht. Für American Airlines bedeutet der Zusammenschluss mit US Airways das Ende eines seit zwei Jahren laufenden Insolvenzverfahrens.

Die Megafusion wirkt sich auch auf Lufthansa aus, die bislang mit US Airways im Luftfahrtbündnis Star Alliance zusammenarbeitet. Diese Kooperation endet am 30. März 2014. Dann verlässt US Airways die Star Alliance, um sich am nächsten Tag der Oneworld anzuschließen. Der Lufthansa bleibt aber die United Airlines als US-Partner.

Von: AFP, dpa, airliners.de
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