Für Besatzungen gelten nun neu geregelte Flugdienstzeiten

18.02.2016 - 12:35 0 Kommentare

Ab sofort gelten die neuen Flugdienstzeitenregelungen in der EU. Ihrer Einführung waren jahrelange Diskussionen zuvorgegangen - und Pilotenvertreter halten das komplexe Regelwerk weiterhin für verbesserungswürdig.

Zwei Piloten im Cockpit einer Lufthansa-A380 - © © dpa - Daniel Reinhardt

Zwei Piloten im Cockpit einer Lufthansa-A380 © dpa /Daniel Reinhardt

Die neuen EU-Vorschriften zu Flugdienstzeiten für Flugbesetzungen sind jetzt in Kraft getreten. Darüber informierte jetzt die Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC). Um die sehr komplexen Neuregelungen hatte es jahrelange Diskussionen gegeben. Im Oktober 2013 hatte schließlich das EU-Parlament einem entsprechenden Vorschlag der europäischen Kommission zugestimmt.

Schon damals hatte unter anderem die VC die geplanten Neuregelungen als unzureichend kritisiert. Sie enthalte unverantwortliche Sicherheitslücken, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse würden schlicht ignoriert, hieß es damals.

Beispielsweise kritisierte die VC die Regelungen zu Bereitschafts- mit anschließender Dienstzeit. Vor allem aber sind die Pilotenvertreter mit den Flugdienstzeiten in der Nacht unzufrieden. Nach den neuen EU-Vorschriften sind Flüge bei einem Dienstbeginn zwischen 17.00 Uhr und 04.59 Uhr bis zu einer Dauer von elf Stunden erlaubt. Die VC geht mit Verweis auf wissenschaftliche Erkenntnisse hingegen davon aus, dass bereits eine Dienstzeit von mehr als zehn Stunden in der Nacht zu gefährlicher Übermüdung führt.

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Die Piloten erwarten nun, dass die Neuregelungen noch verändert werden. "Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA wird die neuen Vorschriften auf Basis von Betriebsdaten in den nächsten drei Jahren wissenschaftlich überprüfen und in einzelnen Punkten gegebenenfalls nachbessern", teilte Dirk Polloczek, Präsident des europäischen Pilotenverbandes ECA, mit. Das gelte insbesondere für die Nachtflüge und Standby-Regelungen, bei denen die ECA davon ausgehe, dass die neuen Regelungen verbessert werden müssen.

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Von: gk
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