Interview Fünf Fragen an den Chef des Flughafens Hahn

21.01.2016 - 11:31 0 Kommentare

Der Flughafen Hahn steht vor großen Herausforderungen. In unserer Interview-Serie "Fünf Fragen an" spricht Airport-Chef Markus Bunk unter anderem darüber, welche das sind und was schon erreicht wurde.

Markus Bunk ist Geschäftsführer des Flughafens Hahn. - © © dpa - Thomas Frey

Markus Bunk ist Geschäftsführer des Flughafens Hahn. © dpa /Thomas Frey

Was war Ihr persönliches Highlight 2015 aus beruflicher Sicht und warum?
Markus Bunk: Es gab viele Highlights in 2015. Sehr dankbar bin ich für die anhaltende Unterstützung, die unser Standort in erster Linie von den Kunden aber auch von den Eigentümern, der Politik, den Partnern sowie unseren Nachbarn und nicht zuletzt von den Mitarbeitern erfährt. Dies hilft uns in der weiteren Umsetzung unseres Veränderungsprozesses auf dem Weg zur EU-Konformität.

Auf welches Ereignis hätten Sie in diesem Jahr gerne verzichtet und warum?
Bunk: Es gab 2015 zahlreiche Ereignisse die sich keiner von uns wünschte. Aus Luftfahrtsicht war das sicherlich der Absturz der Germanwingsmaschine, aus Sicht des Standortes Hahn der Weggang unseres großen Frachtkunden Yangtze River Express Anfang 2015.

Welche persönliche Bilanz ziehen Sie insgesamt für das Jahr 2015 für Ihren Airport?
Bunk: Wir befinden uns in der Mitte eines schwierigen Weges, der dort endet wo die EU-Kommission bestätigt, dass wir alle Auflagen aus den Flughafenleitlinien 2014 erfüllen. Trotzdem kann man erkennen, dass wir unsere Hausaufgaben machen und schon einiges geleistet haben. Wir sind vorangekommen in der Optimierung unserer Prozesse, in der Verbesserung der Servicequalität und auch bei den wirtschaftlichen Kennziffern ist eine positive Entwicklung erkennbar.

Welche Herausforderungen sehen Sie für das Jahr 2016? Und wie wollen Sie diese angehen?
Bunk: Wir dürfen jetzt nicht nachlassen bei der Umsetzung aller definierten Maßnahmen die dazu beitragen werden, dass wir den Standort sowohl für unsere Frachtkunden aber auch für unsere Passagiere zukunftsfähig und attraktiv aufstellen. Dazu gehören auch die durch Bund und EU geführten schwierigen Lufterkehrsverhandlungen mit den wachstumsstarken Regionen dieser Welt, die nicht selten von individualinteressen begleitet werden. Insgesamt erachte ich Protektionismus aber als wenig förderlich für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Branche. Eine zusätzliche Herausforderung erwartet uns nach Abschluss des Privatisierungsprozesses, wenn neue Partner gefunden wurden und wir uns aneinander gewöhnen werden. Ich persönliche freue mich sehr auf die anstehenden spannenden und herausfordernden Aufgaben und werde diese unterstützt von einer positiven Grundhaltung engagiert angehen.

Was würden Sie sich für die deutsche Luftfahrtbranche wünschen?
Bunk: Zunächst natürlich Wachstum in allen Bereichen, wissend, dass dieser Wunsch nicht überall auf Gegenliebe stoßen wird. Als großer Regionalflughafen, aber kleiner internationaler Flughafen brauchen wir zur Auslastung und damit wirtschaftlichen Nutzung vorhandener Kapazitäten ein entsprechendes Verkehrswachstum. Insgesamt wünsche ich mir eine verstärkte und weniger einseitige Aufmerksamkeit der Politik, die erkennen muss, welchen Beitrag die Luftfahrt zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands leistet.

Anlässlich des Jahreswechsels hatte airliners.de an die deutschen Flughafen- und Airline-Chefs ein paar Fragen geschickt. Die Antworten haben wir unter der Rubrik "Fünf Fragen an..." veröffentlicht. Alle Interviews dieser Reihe finden Sie auf unserer Themenseite.

Von: gk
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