Ein Flugzeug landet nachts auf der Landebahn Nordwest des Flughafens Frankfurt © dpa /Fredrik von Erichsen
Fraport hat sich erneut gegen Kritik an der Ausgestaltung des abendlichen Flugplans gewehrt. „Die Kritik, dass die geplanten Abflugzeiten zu nahe am Beginn des Nachtflugverbots ab 23 Uhr liegen, ist nicht nachvollziehbar“, sagte ein Fraport-Sprecher am Mittwoch. Gemeinsam mit den Airlines habe Fraport den regelmäßigen Flugplan bereits angepasst und Flüge zeitlich nach vorne gezogen, um genügend Puffer für einen geplanten Start vor 23 Uhr zu haben. Der letzte geplante Flug sei so koordiniert, dass die Maschine um 22.35 Uhr die Parkposition verlassen soll, hieß es.
Zugleich forderte Fraport erneut mehr Flexibilität am Abend. Bei schwierigen Wetterlagen, wie sie derzeit gehäuft auftreten, könne es im Tagesverlauf zu Verzögerungen kommen, die sich angesichts der internationalen Vernetzung und der Komplexität des Flugbetriebs nicht immer bis 23 Uhr abbauen ließen. „Es geht um Flexibilität im Minutenbereich und Verlässlichkeit für Passagiere sowie die Fracht, aber nicht um das Aushöhlen des Nachtflugverbotes“, stellte der Fraport-Sprecher klar.
Bereits in der vergangenen Woche wehrte sich Fraport gegen Vorwürfe, das bestehende Nachtflugverbot werde ausgehöhlt. Das Unternehmen wies außerdem Forderungen nach einer Ausweitung des Nachtflugverbots zurück. Zuvor hatte sich die Frankfurter SPD dafür ausgesprochen, das Nachtflugverbot auf die Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr zu verlängern. Bisher gilt es von 23 Uhr bis 5 Uhr.
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