Fraport meldet mehr Umsatz und weniger Gewinn

16.03.2018 - 11:57 0 Kommentare

Jahreszahlen vom Betreiber des Flughafens Frankfurt: Fraport verbucht ein Umsatzplus, aber ein Minus beim Ergebnis - das hat Gründe. Im laufenden Jahr soll der Gewinn aber wieder zunehmen.

Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte im Interview auf der ITB 2018. - © © airliners.de - David Haße

Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte im Interview auf der ITB 2018. © airliners.de /David Haße

Der Betreiber des Flughafens Frankfurt, Fraport, hat seine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz um 13,5 Prozent auf rund 2,94 Milliarden Euro. Einen wesentlichen Anteil (234,9 Millionen Euro) hieran haben die im Frühjahr übernommenen 14 griechischen Flughäfen.

Gleichzeitig gingen sowohl Ebit als auch Gesamtergebnis deutlich zurück - um 7,3 Prozent auf 643 Millionen Euro beziehungsweise um 10,1 Prozent auf knapp 360 Millionen Euro:

Ebit von Fraport 2013-2017
Angaben in Millionen Euro
2013 438.6
2014 482.8
2015 520.5
2016 482.8
2017 643.0

Quelle: Fraport

Das Ebitda ging um 4,8 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zurück. Dies liegt allerdings auch an Sondereffekten, die das Ergebnis 2016 bestärkten. Bereinigt man den Vorjahreswert unter anderem um die Entschädigungszahlung im Zusammenhang mit dem Projekt Manila und die Erlöse aus dem Anteilsverkauf an der Thalita Trading, so ist das Ebitda um rund 18 Prozent gestiegen.

Der Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft (Operativer Cashflow) legte um 35,6 Prozent auf rund 791 Millionen Euro zu. Verantwortlich hierfür war neben den griechischen Flughäfen auch Fraports Aushängeschild, der Flughafen Frankfurt. Der Free Cahsflow stieg analog um 30,3 Prozent auf rund 393 Millionen Euro.

Schulte erwartet "starkes Wachstum"

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Fraport weiterhin ein "starkes Wachstum", so Konzernchef Stefan Schulte. Für Frankfurt prognostizierte er nach 64,5 Millionen Passagieren 2017 (+6,1 Prozent) etwa 67 bis 68,5 Millionen Fluggäste.

© dpa Lesen Sie auch: Fraport-Chef erwartet deutliches Wachstum und fordert mehr Bundespolizei

Die weiteren Beteiligungen sollten durch positive Entwicklungen der Flughäfen in Antalya, Lima und Xi'an angetrieben werden. Für die beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre sowie bei den 14 griechischen Flughäfen rechnet Fraport mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Fraport will im laufenden Jahr die Erweiterungs- und Baumaßnahmen an den Flughäfen in Griechenland und Brasilien voranbringen. Außerdem soll im zweiten Halbjahr in Frankfurt der Bau des Flugsteigs G, des "Billigflieger-Docks", als erster Abschnitt von Terminal 3 beginnen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Fraport einen Umsatz von bis zu 3,1 Milliarden Euro. Das Konzern-Ergebnis wird ebenfalls deutlich höher veranschlagt - bei rund 400 bis 430 Millionen Euro.

Marktreaktionen

Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten mit Enttäuschung aufgenommen. Zuletzt lag die Fraport-Aktie mit rund 2,2 Prozent im Minus bei 84,26 Euro. Die Papiere haben seit ihrem Rekordhoch von 97,26 Euro im Januar zwar schon um rund zwölf Prozent nachgegeben. Auf Sicht von zwölf Monaten zählen sie mit einem Plus von immer noch rund 41 Prozent aber weiterhin zu den stärksten Werten im MDax. (dpa-AFX)

Darstellung: Börse Frankfurt

Von: cs
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