Fraport ist auf der Suche nach weiteren Airport-Übernahmen

03.05.2017 - 10:42 0 Kommentare

Egal ob China, Südamerika oder Europa: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist an zahlreichen Airports beteiligt oder hat sie übernommen. Und es könnten noch mehr werden. Einen Flughafen hat der Konzern konkret im Visier.

Logo des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport an einem Informationsschalter.  - © dpa - Frank Rumpenhorst

Logo des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport an einem Informationsschalter. dpa /Frank Rumpenhorst

Fraport hat auch nach der Übernahme von 14 griechischen Flughäfen Interesse an Zukäufen im Ausland. Trotz der gestiegenen Schulden sei dies finanziell noch möglich, sagte Finanzvorstand Matthias Zieschang der "Börsen-Zeitung". "Nach wie vor sind wir an dem Flughafen in Sofia stark interessiert, der im vergangenen Jahr ausgeschrieben wurde."

Wegen der Neuwahlen in Bulgarien im März habe sich der Prozess jedoch verzögert. "Es ist ungewiss, ob und wann es dort weitergeht." Laut Zieschang würde der Flughafen gut zu den Frankfurtern passen, da sie in Bulgarien schon die Schwarzmeer-Flughäfen Varna und Burgas betreiben und sich mit Sofia Synergien erzielen ließen.

An den Airports, die mit einem blauen Logo dargestellt werden, ist Fraport beteiligt oder sogar der Betreiber - für die roten Flughäfen hat der Konzern bereits den Zuschlag bekommen. (Quelle: Fraport, Stand: 3. Mai 2017)

Die durch die jüngsten Übernahmen auf 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro gestiegenen Schulden würden Fraport nicht von einem weiteren Zukauf abhalten. "Trotzdem haben wir noch deutlich Luft für den Erwerb weiterer Flughäfen."

Das Unternehmen betreibt neben dem Frankfurter Flughafen, dem wichtigsten Standort, zahlreiche andere Airports oder ist an diesen beteiligt. 2016 steuerte das Auslandsgeschäft etwas mehr als ein Drittel zum Konzernergebnis bei.

Die Aktie des Unternehmens befindet sich seit einiger Zeit im Höhenflug und stieg am Dienstag auf das Rekordhoch von 73,37 Euro. Damit ist das Unternehmen fast 6,8 Milliarden Euro wert. Einer der Profiteure ist das Land Hessen, dessen 31-Prozent-Anteil somit auf etwas mehr als 2,1 Milliarden Euro kommt. 20 Prozent der Aktien liegen bei den Stadtwerken Frankfurt.

© dpa - Bildfunk, Infraero/dpa Lesen Sie auch: Fraport erhält Zuschlag für zwei brasilianische Flughäfen

Von: ch, dpa-AFX
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