Fraport-Aufsichtsrat beschäftigt sich offenbar mit Terminal für Billigflieger

03.04.2017 - 11:51 0 Kommentare

Die Planungen für einen reinen Low-Cost-Pier am Frankfurter Flughafen werden offenbar konkreter. Einem Medienbericht zufolge wurde das Kontrollgremium von Fraport informiert. Ein Flughafensprecher äußert sich.

So soll der Check-In des zukünftigen Terminal 3 auf dem Flughafen von Frankfurt einmal aussehen.

So soll der Check-In des zukünftigen Terminal 3 auf dem Flughafen von Frankfurt einmal aussehen.
© dpa - Fraport AG

Diese Animation zeigt die Abflughalle des zukünftigen Terminal 3 am Frankfurter Airport.

Diese Animation zeigt die Abflughalle des zukünftigen Terminal 3 am Frankfurter Airport.
© Fraport

 Eine Computergrafik zeigt den ersten Bauabschnitt des Terminals 3 (dunkle Gebäudeteile) auf dem Flughafen in Frankfurt am Main.

Eine Computergrafik zeigt den ersten Bauabschnitt des Terminals 3 (dunkle Gebäudeteile) auf dem Flughafen in Frankfurt am Main.
© Fraport AG

Die Pläne für ein Terminal nur für Low-Cost-Airlines am Frankfurter Flughafen werden offenbar vorangetrieben: Laut "Bild am Sonntag" seien derartige Planungen nun dem Aufsichtsrat vorgelegt worden. So soll der neue Flugsteig G am Terminal 3 für acht und später bis zu zwölf Millionen Passagiere bereits 2019 in Betrieb gehen können. Ähnliche Überlegungen waren schon Mitte Februar aufgekommen.

© Fraport, Hintergrund zu Terminal 3: Fraport unterteilt Bau in 160 Einzelaufträge

Fest steht: Sollten sich die Low-Cost-Carrier weiter so schnell entwickeln, "wird es am Frankfurter Flughafen eng", bestätigt ein Sprecher airliners.de. Daher prüfe man aktuell mehrere Optionen, neue Kapazitäten für insbesondere Low-Cost-Carrier bereitstellen zu können. "Diese Überlegungen sind aber komplett losgelöst vom bereits im Bau befindlichen Modul für Terminal 3."

Umsteigerverkehr im Fokus

Im Planfeststellungsbeschluss war 2007 verfügt worden, dass die Erweiterung von Terminal 3 im Kern für Umsteigeverkehr genehmigt wurde - nicht für Billig-Airlines mit Originärverkehr, also mit Passagieren, die ihre Reise in Frankfurt beginnen oder beenden.

"Mit einem Umsteigeranteil von 47 Prozent kann das Terminal als typisches Transfer-/Transitterminal bezeichnet werden", heißt es in dem Beschluss. Im Herbst wurde bekannt, dass dort auch die drei Golf-Carrier Etihad, Emirates und Qatar untergebracht werden könnten.

Fraport setzt auf Billigflieger

Der Flughafen Frankfurt setzt zuletzt verstärkt auf Billigflieger. Die Lufthansa - größte Kundin an dem Drehkreuz - kritisiert diese Strategie und drohte sogar mit einer Klage. Hintergrund: Mit einer neuen, vom Land Hessen genehmigten Gebührenordnung ist Fraport neuen Anbietern deutlich entgegengekommen. So hat beispielsweise Ryanair kürzlich eine Basis in Frankfurt eröffnet.

© BTW, Svea Pietschmann Lesen Sie auch: Streit um Ryanair in Frankfurt geht weiter

Frankfurt galt wegen komplizierter Abläufe und hoher Gebühren lange als schwieriges Pflaster für Billigflieger. Inzwischen ist allerdings auch klar, dass die Lufthansa-Billigtochter Eurowings an Deutschlands größtem Airport operieren wird.

Von: cs
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