Prospekte der Fraport AG liegen am Donnerstag (05.03.2009) am Flughafen von Frankfurt am Main bei der Bilanz-Pressekonferenz © Fraport
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport streckt auch nach einem Rückschlag in Brasilien seine Fühler weiter nach möglichen Zukäufen in Schwellenländern aus. "Wir wollen - und das ist unsere klare strategische Absicht - unseren Bestand um weitere Flughäfen erweitern", sagte Finanzchef Matthias Zieschang der "Financial Times" (Montag). Nachdem die Frankfurter bei der Privatisierung des brasilianischen Flughafens São Paolo leer ausgegangen waren, setzt Zieschang nun auf die anstehenden Verkäufe der Flughäfen Belo Horizonte, Manaus und Rio de Janeiro. Auch in Afrika und China sieht er Chancen.
Bereits jetzt ist Fraport an 13 Flughäfen in aller Welt beteiligt. Neben dem Frankfurter Flughafen hält das Unternehmen die Mehrheit an dem Südamerika-Drehkreuz Lima in Peru, dem Flughafen Antalya an der türkischen Riviera sowie den Airports Varna und Burgas am Schwarzen Meer. Hinzu kommen Beteiligungen in Russland, Ägypten, China und anderen Staaten.
Zuletzt waren die Hoffnungen der Frankfurter bei der Privatisierung mehrerer Flughäfen geplatzt: Spanische Flughäfen fand Vorstandschef Stefan Schulte zu teuer, der Guarulhos-Flughafen in São Paolo ging an eine Firmengruppe um den südafrikanischen Konzern ACSA. Auch im türkischen Izmir kam Fraport nicht zum Zug. Laut Zieschang treiben Finanzinvestoren die Preise in die Höhe. So bekam der Infrastrukturfonds Global Infrastructure Partners zuletzt den Zuschlag für den britischen Flughafen Edinburgh.
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