Fraport will Rabattprogramm am Frankfurter Flughafen verlängern

10.05.2017 - 12:41 0 Kommentare

Die umstrittenen Preisnachlässe für neue Airlines am Flughafen Frankfurt sollen auch im kommenden Jahr wieder gewährt werden. Dies könnte ein Friedensangebot an die Hauptkundin Lufthansa sein.

Der Frankfurter Flughafen ist der größte Passagier-Airport in Deutschland. - © © obs/Fraport AG -

Der Frankfurter Flughafen ist der größte Passagier-Airport in Deutschland. © obs/Fraport AG

Flughafenbetreiber Fraport will am Airport Frankfurt sein Rabattprogramm für zusätzliche Flugverbindungen verlängern. Die Fluggesellschaften sollen dafür auch im kommenden Jahr Preisnachlässe für einen vollen Dreijahreszeitraum erhalten können, erklärte ein Sprecher.

Das hessische Wirtschaftsministerium bestätigte die Fraport-Auffassung, dass für die Fortsetzung der Anreize keine neue Genehmigung des Landes erforderlich sei. In der genehmigten Entgeltordnung seien keine Jahreszahlen genannt, erklärte ein Ministeriumssprecher.

Nach dem bisherigen, umstrittenen Rabattprogramm sollte der Dreijahresnachlass nur ab dem Basisjahr 2017 gelten und hatte vor allem dem in Frankfurt neuen Billigflieger Ryanair Vorteile gebracht. Die Verlängerung ist dem Vernehmen nach auch dafür gedacht, den erbosten Hauptkunden Lufthansa zu beruhigen, der im kommenden Jahr seine Billigplattform Eurowings in Frankfurt an den Start bringen will und gleiche Preisnachlässe gefordert hat.

Ryanair stationiert wohl mehr Maschinen in Frankfurt

Allerdings wird Ryanair voraussichtlich auch im kommenden Jahr zu den Haupt-Nutznießern des Programms gehören. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hat Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang angekündigt, dass die Iren im Laufe des kommenden Jahres zwölf Maschinen am größten deutschen Flughafen stationieren wollen. Bislang waren Pläne für sieben Flugzeuge im laufenden Jahr bekannt.

© AirTeamImages.com, Roman Becker Lesen Sie auch: Streit um Gebühren in Frankfurt: Fraport und Lufthansa nähern sich an

Ryanair-Kommunikationschef Robin Kiely mochte die Information allerdings nicht bestätigen: "Wir haben gerade erst begonnen für den nächsten Sommer zu planen und kommentieren keine Gerüchte oder Spekulationen", erklärte er.

Von: cs, dpa-AFX
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