Fraport knüpft Rabatt für Eurowings an Passagierwachstum

03.05.2017 - 09:47 0 Kommentare

Eurowings will schon bald den Flughafen Frankfurt anfliegen und wie Ryanair von Rabatten profitieren. Das geht aber nicht automatisch, sagt Fraport. Denn für das Neukundenprogramm gibt es Bedingungen.

Die Lufthansa Group will ihre Billigtochter Eurowings auch am Flughafen Frankfurt operieren lassen. Foto: © dpa, Oliver Berg

Fraports Finanzvorstand Matthias Zieschan hat daran erinnert, dass die Lufthansa-Tochter Eurowings nur unter bestimmten Bedingungen vom Rabatt-Programm des Flughafens profitieren wird. Finanzielle Anreize könne es bei Europaflügen nur geben, wenn damit zusätzliches Passagierwachstum verbunden sei, sagte er in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung". So sieht es das neue Gebührenmodell am Frankfurter Flughafen vor.

"Eine reine 'Umlackierung', also beispielsweise das Ersetzen von Lufthansa-Flügen durch Eurowings-Flüge, würde gemäß der Incentive-Regelung nicht gefördert, da hieraus unter dem Strich keine neuen Verbindungen und kein Wachstum entstehen", so Zieschang.

Verhandlungen zwischen Fraport und Lufthansa

Lufthansa will ihre Billigtochter im kommenden Jahr in Frankfurt an den Start bringen, um auch an ihrem Hauptdrehkreuz günstigere Direktflüge anbieten zu können. Von dem Rabatt-Programm profitieren besonders Neukunden wie beispielsweise Ryanair. Es gibt auch Preisnachlässe für Verbindungen, die bereits von anderen Fluggesellschaften ab Frankfurt angeboten werden.

Das Rabatt-Programm hatte bei eingesessenen Airlines zu Protesten geführt. Auch die Lufthansa fühlt sich benachteiligt. Nach einem offenen Streit hatte es in den vergangenen Wochen interne Verhandlungen gegeben, in die sich auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eingeschaltet hat.

© AirTeamImages.com, Roman Becker Lesen Sie auch: Streit um Gebühren in Frankfurt: Fraport und Lufthansa nähern sich an

Zieschang konkretisierte zudem die Pläne für ein zusätzliches Billigflieger-Abfertigungsgebäude. So könne der dritte Flugsteig des geplanten Terminals 3 umgeplant und schnell realisiert werden. Die Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Der rund drei Milliarden teure Terminal-Neubau soll unverändert mit den bislang geplanten zwei Flugsteigen bis 2023 stehen.

Von: ch, dpa-AFX
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