Fraport muss mehrere Millionen Euro Entschädigung wegen Fluglärm zahlen

09.11.2016 - 16:38 0 Kommentare

Weil sie wegen Fluglärms ihre Gärten und Terrassen nicht unbeeinträchtigt nutzen können, bekommen viele Hausbesitzer in der Nähe des Frankfurter Flughafens eine Entschädigung. Der Airportbetreiber Fraport muss dafür tief in die Tasche greifen.

Luftaufnahme des Frankfurter Flughafens. - © © Fraport -

Luftaufnahme des Frankfurter Flughafens. © Fraport

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport muss laut einer ersten Zwischenbilanz fünf Millionen Euro an Hausbesitzer zahlen, die unter Fluglärm leiden. Bisher sind etwa 4500 entsprechende Anträge eingegangen, wie das zuständige Regierungspräsidium im Darmstadt jetzt mitteilte.

Seit dem 13. Oktober haben Immobilienbesitzer innerhalb der sogenannten Tagschutzzone 1 des Flughafens Frankfurt Anspruch auf eine Entschädigung. Das Regierungspräsidium hat bereits mehr als 1800 Anträge bearbeitet. Viele Antragsteller hätten das Geld schon auf ihrem Konto. Über rund 2700 Anträge muss das Regierungspräsidium noch entscheiden.

Hintergrund ist laut Fraport die am 29. August 2013 in Kraft getretene Außenwohnbereichsentschädigung. Darin wurde erstmals eine Entschädigung für die durch Fluglärm beeinträchtigte Nutzung des Außenwohnbereichs wie beispielsweise Gärten und Terrassen gesetzlich eingeführt.

Von: dpa, gk
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