Fraport und Lotsengewerkschaft einigen sich außergerichtlich

Millionenstreit beendet: Flughafenbetreiber Fraport und die Fluglotsengewerkschaft GdF haben sich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Hintergrund ist ein Arbeitskampf der Fluglotsen.

Auslöser des Streits ist ein Arbeitskampf der Fluglotsen im Jahr 2012. Foto: © dpa, Oliver Berg

Mehr als fünf Jahre nach einem Streik am Frankfurter Flughafen haben der Betreiber Fraport und die Lotsengewerkschaft GdF ihren Millionenstreit beigelegt. Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) einigten sich auf einen außergerichtlichen Vergleich, wie beide Seiten jetzt in Frankfurt mitteilten. Zu den Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Fraport hatte die Forderung für Einnahmeverluste infolge Hunderter ausgefallener Flüge auf rund 5,2 Millionen Euro beziffert. Nach Angaben von GdF-Chef Matthias Maas liegt der nun vereinbarte Vergleich "weit unterhalb der ursprünglichen Klageforderung".

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte im vergangenen Juli in einem Grundsatzurteil den Arbeitskampf der Vorfeldlotsen im Februar 2012 als rechtswidrig gewertet. Der Grund: einzelne Forderungen der Gewerkschaft unterlagen in dem Arbeitskampf noch der Friedenspflicht.

Die Bundesrichter gaben im Gegensatz zu den Vorinstanzen in Hessen einer Schadenersatzklage von Fraport statt. Einen Schadensatzanspruch der Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin, die ebenfalls geklagt hatten, verneinten die Bundesarbeitsrichter.

© DFS, H. J. Koch Lesen Sie auch: IGL und GdF arbeiten künftig zusammen

Von: ch

Datum: 14.07.2017 - 14:10

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