Fraport bekommt Krisen im Ausland zu spüren

04.05.2016 - 10:11 0 Kommentare

Fraport betreibt nicht nur den Frankfurter Flughafen sondern Airports in aller Welt. Das bringt Wachstumschancen, birgt aber auch Risiken - was die Frankfurter jetzt zu spüren bekommen. Fraport- Chef Schulte spricht von "rauer See".

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. - © © dpa - Boris Roessler

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. © dpa /Boris Roessler

Keine russischen Chartergäste mehr im türkischen Antalya und weniger Reisende nach St. Petersburg: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport leidet bei zwei wichtigen Minderheitsbeteiligungen unter den Folgen des Russland-Boykotts.

Besser als in Russland und der Türkei lief es im ersten Quartal am Heimatdrehkreuz Frankfurt und den anderen Auslands-Airports etwa in Peru, China und Bulgarien, wie Fraport am Mittwoch berichtete.

Personalkosten drücken Ebitda

Dennoch ging wegen höherer Kosten unter anderem für das Personal der operative Gewinn (Ebitda) um 4,9 Prozent auf 145,6 Millionen Euro zurück. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis leicht um 2,6 Prozent auf 572,5 Millionen Euro.

Für das wichtige Sommergeschäft äußerte sich Fraport-Chef Stefan Schulte zurückhaltend: "Bildlich gesprochen befinden wir uns in rauer See. (...) Die Sommersaison wird ein Wegweiser für unsere wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr sein." Für das Gesamtjahr hält Fraport aber an den Prognosen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage fest, wie es in einer Mitteilung hieß.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Erstes Quartal: Airport Frankfurt mit so vielen Passagieren wie noch nie

Unter dem Strich legte der Gewinn der Frankfurter vor allem wegen eines verbesserten Finanzergebnisses um 4,5 Millionen auf 15,1 Millionen Euro zu. Hier profitierte Fraport von niedrigeren Zinsen und einem geringeren Schuldenstand als im Vorjahr.

In diesem Jahr will Fraport 14 griechische Regionalflughäfen übernehmen. Der entsprechende Vertrag muss noch vom Parlament in Athen gebilligt werden.

Von: gk, dpa
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