Fraport kauft 245 Häuser und Wohnungen in Lärmzone auf

03.11.2014 - 16:25 0 Kommentare

Im Rahmen eines speziellen Programms hat Fraport 245 Immobilien in Flörsheim übernommen und 247 Ausgleichszahlungen in Flörsheim und Raunheim geleistet. Gezahlt wurde für Wohnimmobilien, die von Flugzeugen in geringer Höhe überflogen werden.

Ein Passagierflugzeug ist über Wohnhäusern in Flörsheim im Landeanflug auf die Nordwest-Landebahn des Flughafens von Frankfurt unterwegs. - © © dpa - Arne Dedert

Ein Passagierflugzeug ist über Wohnhäusern in Flörsheim im Landeanflug auf die Nordwest-Landebahn des Flughafens von Frankfurt unterwegs. © dpa /Arne Dedert

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat jetzt eine positive Bilanz des freiwilligen Immobilienankaufprogramms Casa gezogen, für das die Antragsfrist am 31. Oktober endete. Bis heute erfolgte in Flörsheim der Ankauf von 245 Wohnobjekten und es wurden bislang 125 Ausgleichzahlungen geleistet, teilte das Unternehmen mit. Bereits Mitte 2007 war die Antragsfrist auf Ausgleichzahlungen für Objekte in Raunheim ausgelaufen. Dort wurden 122 Ausgleichszahlungen an Wohneigentümer geleistet. Weitere 156 Anträge auf Ausgleichszahlung sowie 118 Anträge auf Ankauf müssen noch bearbeitet werden, hieß es weiter.

Im Rahmen des Programms kauft die Fraport Wohnimmobilien, die von Flugzeugen in weniger als 350 Metern überflogen werden oder zahlt den Eigentümern eine Entschädigung. Dafür stehen nach Angaben des Unternehmens insgesamt mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Objekt seien im Schnitt 200.000 Euro gezahlt worden, sagte ein Sprecher.

Der Ankaufspreis der Immobilien wird durch unabhängige Gutachter auf der Grundlage der Gegebenheiten vor der Flughafen-Erweiterung festgelegt. Die alternative Entschädigung richtet sich nach der Lage der Immobilie und ihrer Entfernung von der durch Überflüge betroffenen Kernzone.

Die angekauften Häuser werden vermietet - in einigen Fällen auch an die früheren Eigentümer. Dies sei aber nicht die Regel, sagte der Sprecher.

Weitere Informationen zum Casa-Programm gibt es hier.

Von: dpa, airliners.de
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