Übernahmen treiben Fraport an

03.08.2017 - 08:39 0 Kommentare

Das Ergebnis des Flughafenbetreibers Fraport legt im ersten Halbjahr zweistellig zu. Dies geht unter anderem auf die Übernahme von griechischen Airports zurück. Auch die Übernahme von zwei brasilianischen Flughäfen wirkt sich auf Zahlen aus.

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG - © © dpa - Arne Dedert

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG © dpa /Arne Dedert

Der Flughafenbetreiber Fraport hat im ersten Halbjahr des Jahres 38 Prozent mehr verdient. Wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht, stieg der Gewinn auf rund 136,9 Millionen Euro. Der Umsatz legte um elf Prozent im Vorjahresvergleich auf rund 1,4 Milliarden Euro zu.

Fraport-Chef Stefan Schulte führt diese Entwicklung unter anderem auf höhere Passagierzahlen, gestiegene Einnahmen durch Grundstücksverkäufe und einen Schub der Retail-Umsätze zurück. Neben dem Flughafen Frankfurt trugen vor allem die 14 übernommenen Regionalflughäfen in Griechenland und die peruanische Fraport-Tochter in Lima zum Umsatzwachstum bei.

Konzernergebnisse von Fraport in den ersten Halbjahren 2013 bis 2017
Angaben in Millionen Euro
2013 82.1
2014 91.7
2015 103.0
2016 99.7
2017 136.9

Quelle: Fraport

Den Betrieb der griechischen Airports hatte Fraport im April aufgenommen. Der Fraport-Airport in Peru soll für einen Milliardenbetrag ausgebaut werden. Erst kürzlich verlängerte die peruanische Regierung den dafür notwendigen Konzessionsvertrag mit der Fraport-Tochter Lima Airports Partners.

Eigenkapitalquote nimmt ab

Die höheren Konzessionszahlungen in Lima waren auch ein Grund, weswegen der operative Aufwand von Fraport im ersten Halbjahr um knapp zehn Prozent auf 967,9 Millionen Euro gestiegen ist. Der Finanzfluss des Konzerns scheint aber weiter gestärkt. So stieg der Operative Cash Flow, also der Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft, um 51,1 Prozent auf 389,3 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalquote sank um 5,3 Prozentpunkte auf 35,3 Prozent. Die Finanzschulden abzüglich der Barmittel stiegen um 50 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro.

Höhere Finanzschulden prognostiziert

Die Ergebnisprognose bleibt unverändert, da der Vorstand nach dem erfolgten Gewinn der Konzessionen für die brasilianischen Airports Fortaleza und Porto Allegre im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren Kosten von bis zu 15 Millionen Euro rechnet. Der Vorstand erwartet, wie im Geschäftsbericht 2016 formuliert, einen Konzern-Umsatz von etwa 2,9 Milliarden Euro. Das Konzern-Ergebnis soll zwischen rund 310 und 350 Millionen Euro liegen.

Im Zuge der Übernahme der brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre und der dort geplanten Investitionsmaßnahmen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 einen weiteren Anstieg der Netto-Finanzschulden von rund 300 Millionen Euro.

© dpa, Gabriel Heusi/Infraero · Divulgation/dpa Lesen Sie auch: Das sind die Fraport-Pläne für die brasilianischen Airports

Von: cs
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