Ausblick 2013 Fraport erwartet positive Geschäftsentwicklung

19.12.2012 - 16:22 0 Kommentare

Fraport-Chef Stefan Schulte blickt verhalten positiv auf das kommende Jahr. Für Passagier- und Umsatzprognosen sei es aber noch zu früh.

Stefan Schulte - © © dpa -

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Der Chef des größten deutschen Flughafens in Frankfurt rechnet auch für das kommende Jahr mit einer «leicht positiven» Geschäftsentwicklung. Zu einer genauen Prognose der Passagier- oder Umsatzzahlen sei es aber noch zu früh, sagte der Chef der Betreibergesellschaft Fraport, Stefan Schulte, am Dienstagabend an seinem Heimatflughafen Frankfurt. Der größte deutsche Airport habe sich im laufenden Jahr mit einem Passagierplus von zwei Prozent besser gehalten als die wichtigsten Konkurrenten in Europa, sich aber letztlich nicht ganz von den negativen Markttrends lösen können.

Neben der Schuldenkrise erschwerten weiterhin die deutsche Luftverkehrsabgabe und der im Europaverkehr obligatorische Emissionshandel das Geschäft, sagte Schulte. 2013 sei ein «enges Management notwendig», sagte der Chef des international tätigen Flughafenkonzerns, der sich gerade offiziell um die Übernahme des staatlichen Flughafenbetreibers ANA aus Portugal beworben hat.

Wichtigstes Projekt in Frankfurt sei in der zweiten Jahreshälfte der Baubeginn des dritten Terminals, erklärte der Fraport-Chef. Im Süden des Flughafens wird bereits an den Vorfeldpositionen gebaut. Über das Terminal sollen künftig rund 25 Millionen Passagiere im Jahr abgefertigt werden. Das entspricht ungefähr der Kapazität des gesamten neuen Berliner Hauptstadtflughafens BER.

Fraport lässt sich bislang nicht auf einen genauen Eröffnungstermin für das ursprünglich für 2016 angekündigte Terminal festlegen. Derzeit wird für den ersten Teilabschnitt das Jahr 2017 genannt. «Wir planen entlang des Bedarfs», erklärte ein Sprecher am Mittwoch. Es komme darauf an, die zusätzlichen Kapazitäten zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu haben. Es sei daher durchaus möglich, die Bauphase bewusst zu strecken, wenn der Luftverkehr aufgrund externer Einflüsse nicht so schnell wachse wie erwartet.

Von: dpa
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