Fraport-Ebitda könnte auf über eine Milliarde Euro steigen

29.02.2016 - 10:11 0 Kommentare

Durch die Übernahme von 14 griechischen Regional-Airports hofft der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport auf ein deutlich gesteigertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Erstmals könnte es auf über eine Milliarde Euro steigen.

Gepäckstücke am Flughafen Thessaloniki - © © dpa - Armin Weigel

Gepäckstücke am Flughafen Thessaloniki © dpa /Armin Weigel

Nach dem Zuschlag für den Betrieb von 14 griechischen Regional-Airports winkt dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport nach Aussage von Finanzvorstand Matthias Zieschang ein merklich höheres operatives Ergebnis (Ebitda). Im ersten vollen Jahr nach dem Closing, das Ende 2016 erwartet werde, dürfte die neue Beteiligung ein Ebitda von gut 100 Millionen Euro einbringen, sagte Zieschang der "Börsen-Zeitung". Damit könnte Fraport das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erstmals auf über eine Milliarde Euro steigern.

Für 2015 erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte einen operativen Gewinn zwischen 840 und 850 Millionen Euro. Mitte März will der Konzern seinen Geschäftsbericht und die Ganzjahreszahlen 2015 veröffentlichen.

Das Fraport-Bündnis mit dem griechischen Minderheits-Partner Copelouzos und der staatliche Privatisierungsfonds HRADF hatten im Dezember die Konzessionsverträge für die Airports unterzeichnet. Die Übernahme soll im Herbst diesen Jahres abgeschlossen werden. Dann übernimmt Fraport nach eigenen Angaben den operativen Betrieb. Die Flughäfen selbst bleiben aber im Eigentum des griechischen Staates.

Für die Betreiber-Konzession werden einmalig gut 1,2 Milliarden Euro fällig. Zudem gehören zur Vereinbarung zu Investitionen an den Flughäfen, die sich bis zum Jahr 2020 auf 330 Millionen Euro belaufen sollen. Zudem muss das Konsortium eine jährliche Konzessionsabgabe von anfänglich 22,9 Millionen Euro an den griechischen Staat leisten.

In Griechenland sorgt die Verpachtung der Flughäfen für Ärger. Die griechische Luftfahrtgewerkschaft befürchtet harte Einsparungen seitens der neuen Betreiber und hatte bereits Proteste organisiert.

Von: gk, dpa

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