Fraport: Easyjet hat Frankfurt-Slots

06.11.2017 - 08:31 0 Kommentare

Flughafenbetreiber Fraport bestätigt laut eines Medienberichts, dass Easyjet Start- und Landerechte für den Airport Frankfurt erworben hat. Dort müssen sie sich mit zwei anderen Low-Cost-Carriern messen.

Der Frankfurter Flughafen ist der größte Passagier-Airport in Deutschland. - © © obs/Fraport AG -

Der Frankfurter Flughafen ist der größte Passagier-Airport in Deutschland. © obs/Fraport AG

Die Anzeichen, dass Billigflieger Easyjet am größten deutschen Airport aktiv werden könnte, verdichten sich offenbar. Nachdem Fraport-Chef Stefan Schulte vergangene Woche laut des "Handelsblatts" schon etwaige Anmerkungen machte, hat der Flughafenbetreiber den Erwerb von Start- und Landerechten durch Easyjet nun bestätigt, berichtet das Portal "CH Aviation".

Easyjet ist bislang in Deutschland an sechs Flughäfen aktiv. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass der Billigflieger das Tegel-Engagement von Air Berlin (samt Buchungen) für 40 Millionen Euro übernehmen will. Vorbehaltlich der EU-Zustimmung, die Easyjet noch in diesem Jahr erwartet, wäre der Billigflieger dann an beiden Berliner Airports vertreten.

Gleichzeitig least Easyjet 25 Airbus-Maschinen und will in den ersten neun Monaten des kommenden Jahres über 1000 Piloten und Kabinen-Mitarbeiter der insolventen deutschen Airline einstellen. Mit der Gewerkschaft Verdi einigte sich Easyjet dafür nun auf Einstellungsbedingungen. Laut eines Medienberichts zahlt Easyjet darüber hinaus eine "Warteprämie" an ehemalige Air Berliner.

Zwei Billigkonkurrentinnen in Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen sind aktuell zwei Billigflieger aktiv: Ryanair und Wizz Air. Die Iren haben im Frühjahr eine Basis am Heimatflughafen der Lufthansa eröffnet und bauen diese kontinuierlich aus. Zuletzt mussten sie aber aufgrund von Pilotenmangel tausende Flüge streichen - betroffen sind auch deutsche Flughäfen.

Die Billigflieger hat Betreiber Fraport mit einem speziellen Rabattprogramm nach Frankfurt gelockt. Da die Vergünstigungen allerdings nicht für die Lufthansa-Billigplattform Eurowings gelten sollen, kam es zum Streit mit der größten Kundin in Frankfurt. Lufthansa kündigte an, großes Fluggerät nach München abziehen zu wollen. Die Unstimmigkeiten zwischen Fraport und Lufthansa sollen "in kleinen Schritten" nach und nach beigelegt werden:

© AirTeamImages.com, Felix Gottwald Lesen Sie auch: Erste Einigung zwischen Fraport und Lufthansa im Gebühren-Streit

Von: cs
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