Fraport-Chef: Zahl der Fluggesellschaften in Europa muss sinken

09.03.2017 - 13:21 0 Kommentare

Sind in Europa zu viele Airlines unterwegs? Ja, sagt der Chef des Frankfurter Flughafens, Stefan Schulte. Er nennt sogar konkrete Zahlen, die seiner Meinung nach Sinn machen würden.

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Stefan Schulte. - © © dpa - Fredrik von Erichsen

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Stefan Schulte. © dpa /Fredrik von Erichsen

Viele europäische Airlines sind aus Sicht von Fraport-Chef Stefan Schulte zu schwach, um in dem scharfen Wettbewerb zu überleben. Die Überkapazitäten und der Preisdruck seien zu stark.

"Wenn wir es schaffen, dass wir am Schluss fünf bis sieben oder fünf bis zehn große Fluggesellschaften in Europa haben, werden wir für die Airlines zu einer auskömmlichen Marge kommen", sagte der Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Flughafenbetreibers jetzt auf der Reisemesse ITB.

Die Branche müsse sich deutlich stärker konsolidieren. "Ansonsten wird der Wettbewerb ruinös sein", so der Manager. Schulte führt als Präsident auch den Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).

Schulte: Situation der Konkurrenz verschafft Zeit

Den Wettbewerb treiben vor allem Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten und Billigflieger. Aktuelle Schwierigkeiten bei Etihad, Emirates und Turkish Airlines gäben Europa nun Zeit, die notwendigen Weichen zu stellen, sagte Schulte.

In Deutschland müsse die Luftverkehrssteuer abgeschafft werden und die öffentliche Hand einen größeren Anteil an der Luftsicherheit beteiligen, bekräftige der Fraport-Chef bereits bekannte Forderungen. Mit einem jährlichen Volumen von insgesamt rund einer Milliarde Euro seien diese beiden Posten die größten Zusatzbelastungen für die deutschen Airlines. "Dagegen sind alle anderen Dinge Kleinkram."

Von: ch, dpa
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