Fraport-Chef Schulte korrigiert Jahresprognose nach oben

05.11.2015 - 16:09 0 Kommentare

Die Geschäfte des Frankfurter Flughafens laufen sehr gut. Darum erwartet die Betreibergesellschaft Fraport ein besseres Jahresergebnis als bisher. Für Unsicherheit sorgen allerdings die Dauer-Tarifkonflikte bei der Lufthansa.

Fraport-Chef Stefan Schulte - © © dpa - Boris Roessler

Fraport-Chef Stefan Schulte © dpa /Boris Roessler

Der Frankfurter Flughafen ist trotz Lufthansa-Pilotenstreiks auf dem Weg zu einem Passagierrekord in diesem Jahr. Die Zahl der Reisenden an Deutschlands größtem Flughafen dürfte 2015 statt um zwei bis drei Prozent nun um drei bis vier Prozent steigen, teilte die Betreibergesellschaft Fraport mit.

Sollte dieses Ziel erreicht werden, käme der Frankfurter Airport auf rund 62 Millionen Fluggäste. Im Gesamtjahr 2014 hatte der Flughafen fast 60 Millionen Passagiere gezählt - so viele wie nie zuvor.

Weil neben dem Passagieraufkommen auch das Geschäft in den Läden und Restaurants am Airport in den ersten neun Monaten mehr in die Kassen spülte, erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte für 2015 nun einen operativen Gewinn (Ebitda) zwischen 840 und 850 Millionen Euro. Bisher sollte er maximal 840 Millionen erreichen.

Ein Streiktag kostet Fraport im Schnitt eine Million Euro

In den ersten neun Monaten stieg die Zahl der Flugreisenden trotz Annullierungen wegen Streiks und schlechten Wetters um fast vier Prozent auf rund 47 Millionen. Welche Folgen der drohende Streik der Lufthansa-Flugbegleiter hat, lässt sich Schulte zufolge schwer abschätzen, solange noch keine Details bekannt sind. In der Vergangenheit habe ein Streiktag Fraport im Schnitt etwa eine Millionen Euro beim Ergebnis gekostet.

© dpa, Armin Weigel Lesen Sie auch: Fraport erwartet Übernahme der griechischen Flughäfen erst später

Im dritten Quartal verdiente Fraport trotz des Ausstands der Lufthansa-Piloten im September mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund acht Prozent auf gut 725 Millionen Euro. Das Ebitda legte um knapp 14 Prozent auf knapp 304 Millionen Euro zu. Unter dem Strich schoss der Gewinn sogar um 26 Prozent auf 146 Millionen Euro nach oben.

Bei der Anhebung der Flughafenentgelte in Frankfurt will die Fraport-Führung im kommenden Jahr einen neuen Anlauf wagen. Die bisher für den Jahreswechsel geplante Erhöhung um 1,9 Prozent hatte Fraport vor wenigen Tagen zurückgezogen. Das Unternehmen nannte unterschiedliche Auffassungen mit dem Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium als Grund für den Schritt.

Von: ch, dpa, dpa-AFX
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