Fraport-Chef bekennt sich vor 100. Montags-Demo zu Lärmschutz

16.05.2014 - 13:39 0 Kommentare

Fraport-Chef Stefan Schulte hat erneut darauf hingewiesen, dass die Betreibergesellschaft des Flughafen Frankfurt alles Machbare für einen optimalen Lärmschutz unternehmen wird. Gleichzeitig steht die 100. Montagsdemo von Gegnern des Flughafenausbaus kurz bevor.

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG - © © dpa - Arne Dedert

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG © dpa /Arne Dedert

Vor der 100. Anti-Fluglärm-Demonstration hat sich der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte erneut zum Ziel eines weitgehenden Lärmschutzes bekannt. Die Betreibergesellschaft Fraport werde auch künftig alles technisch und betrieblich mögliche unternehmen, um die belastenden Auswirkungen des Flugbetriebs zu begrenzen, sagte er am Freitag laut einer Mitteilung. Gleichzeitig müsse der Flughafen als Hessens und Deutschlands Tor zur Welt wettbewerbsfähig bleiben. Schulte verwies auf mehr als 116.000 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt vom Flughafen abhingen.

Fraport sei seit Jahren internationaler Vorreiter beim aktiven und passivem Schallschutz, erklärte Schulte. In vielen Dingen gehe man über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Der Fraport-Chef verwies auf Investitionen in das satellitengestützte Leitsystem GBAS und die weitere Spreizung der Start- und Landgebühren abhängig vom Lärmausstoß der jeweiligen Flugzeuge. "Auch künftig ist es unser Ziel, neueste Verfahren und Technik schnellstmöglich hier in Frankfurt zum Einsatz zu bringen“, so Schulte.

Für den kommenden Montag, 19. Mai, haben Gegner des Flughafenausbaus zur 100. Montagsdemonstration im Terminal aufgerufen. Sie wollen die 2011 eröffnete neue Landebahn wieder schließen lassen, sind gegen ein drittes Terminal und fordern eine Verlängerung des bislang sechsstündigen Nachtflugverbots sowie eine Begrenzung der Flugbewegungen.

Von: dpa, airliners.de
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