Fraport darf 14 griechische Regionalflughäfen übernehmen

18.08.2015 - 09:49 0 Kommentare

Lange lag das Vorhaben auf Eis, jetzt hat die Regierung in Athen grünes Licht gegeben: Der Frankfurter Flughafenbetrieber Fraport darf 14 griechische Regionalflughäfen übernehmen.

Blick auf den Makedonia Airport von Thessaloniki im Norden Griechenlands. - © © dpa - EPA/Sotiris Barbarousis

Blick auf den Makedonia Airport von Thessaloniki im Norden Griechenlands. © dpa /EPA/Sotiris Barbarousis

Athen drückt in Sachen Privatisierungen aufs Tempo: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bekommt nach langem Zögern der linksgeführten Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras den Zuschlag für 14 griechische Regionalflughäfen. Die entsprechende Entscheidung der Regierung wurde am Dienstagmorgen bekannt. Der Gesamtkaufpreis für die Betreiberkonzessionen beträgt 1,234 Milliarden Euro.

Es ist eine der größten Privatinvestitionen seit Ausbruch der Finanzkrise in dem hoch verschuldeten Land vor gut fünf Jahren, hieß es aus Kreisen des Privatisierungsfonds (TAIPED). Schon im November 2014 hatten sich die Deutschen im Verbund mit ihrem griechischen Partner Copelouzos fast am Ziel gewähnt, als ihnen gegen starke internationale Konkurrenz der Zuschlag erteilt wurde. Die neue Regierung hatte nach ihrem Wahlsieg im Januar aber alles auf Eis gelegt und wollte die Vergabe nochmals überprüfen.

Noch gebe es aber keinen unterschriebenen Vertrag, sagte ein Fraport-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Es stünden noch weitere Gespräche an. Demnach rechnet Fraport auch nicht damit, dass der Kauf der 14 Regionalflughäfen noch in diesem Jahr unter Dach und Fach kommen wird.

Unter den Flughäfen, die die Fraport AG übernehmen soll, sind die der Jet-Set-Inseln Mykonos, Santorini und Skiathos sowie der Touristeninseln Rhodos, Korfu und Kos und einer auf dem Westen der Mittelmeerinsel Kreta bei Chania. Das von Fraport mehrheitlich geführte Konsortium übernimmt auch den Flughafen der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki.

Von: gk, dpa, AFP
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Das geplante Gebäude befindet sich direkt an der Zufahrt zum Flughafen-Terminal. Airport Leipzig/Halle baut für 45 Millionen Euro aus

    Zusammen mit dem Immobilienunternehmen KSW will der Flughafen Leipzig/Halle ein neues Büro-Gebäude bauen. Denn laut eines Medienberichts will der sächsische Airport weniger von Frachtkundin DHL abhängig sein.

    Vom 31.01.2018
  • Die Elbe Flugzeugwerke haben ihren Sitz in Dresden. Elbe Flugzeugwerke unterstützt Flugplatz Rothenburg

    Hoffnungsschimmer für den Flugplatz im sächsischen Rothenburg: Die Elbe Flugzeugwerke (EFW) Dresden unterstützen die Stadt Rothenburg und den Landkreis Görlitz bei der Entwicklung einer Machbarkeitsstudie zu dem Standort.

    Vom 26.01.2018
  • Das Hauptterminal neben dem Ankunftsbereich des neuen Hauptstadtflughafens BER. Medien: BER fehlt bis zu einer Milliarde Euro

    2020 soll der BER eröffnen. So haben es die Verantwortlichen im Dezember verkündet. Klar ist seitdem auch: Wegen der Verzögerung wird mehr Geld benötigt. Auch die Schließung Tegels könnte gravierende Folgen haben.

    Vom 08.01.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus