Frankreich schafft zweite Sicherheitskontrolle ab

08.05.2009 - 15:37 0 Kommentare

Frankreich hat die Einführung des "One-Stop-Security"-Systems beschlossen. Transfer-Passagiere müssen hierbei die Sicherheitskontrollen nicht nochmals durchlaufen, wenn sie bereits an einem europäischen Flughafen kontrolliert wurden. Den Anfang machen Lyon und einige Terminals am Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

Sicherheitskontrolle am Flughafen Paris-Charles de Gaulle - © %copy; Aéroports de Paris -

Sicherheitskontrolle am Flughafen Paris-Charles de Gaulle %copy; Aéroports de Paris

Umsteigende Passagiere sollen auf französischen Flughäfen künftig keine zweite Sicherheitskontrolle mehr durchlaufen. Darauf weist die internationale Fluggesellschaften-Vereinigung IATA in Genf hin. Frankreich übernehme das System „One-Stop-Security“, mit dem das Umsteigen schneller und einfacher werden soll. Dabei werden Passagiere, die an einem anderen europäischen Flughafen überprüft worden sind, und ihr Handgepäck nicht erneut kontrolliert. Eingeführt werden soll das Verfahren nach IATA-Angaben zunächst in Lyon und in einzelnen Terminals des Großflughafens Paris-Charles de Gaulle. Die IATA schätzt, dass sechs Millionen Passagiere von der Regelung profitieren werden. Auf der Flughafenseite können so ohne Abstriche bei der Sicherheit rund 30 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

Der IATA zufolge wird „One-Stop-Security“ in der Mehrheit der EU-Mitgliedsländer bereits praktiziert. Zu den Ausnahmen mit weiteren Kontrollen gehörten derzeit noch Großbritannien und Irland. Im nächsten Schritt soll „One-Stop-Security“ global eingeführt werden. Die International Civil Aviation Organization (ICAO) arbeitet bereits an einem entsprechenden Konzept.

Von: dpa, IATA
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